Whitepaper ▶ Krankenhausreform Es sollte frühzeitig Kontakt zu den Planungsbehörden und den relevanten Kost- enträgern aufgenommen werden, um die eigenen strategischen Überlegungen abzustimmen. Ebenso bedeutend ist es, zeitnah Gespräche mit den benachbarten Krankenhäusern zu führen, um mögliche Abstimmungen bezüglich der Leistungen zu treffen und vor allem verbindliche Vereinbarungen für die erforderlichen Koope- rationen verschiedener LG zu treffen und vertraglich festzuhalten. Der Transformationsfonds, der darauf abzielt, Umstrukturierungen durch Konzen- trationen zu unterstützen und auch die Schließung einzelner Krankenhausstandorte zu fördern, eröffnet ein historisches Zeitfenster für Krankenhausunternehmen, bei denen die Notwendigkeit einer Umstrukturierung festgestellt wird. Die schnells- ten Krankenhäuser mit den besten Konzepten werden wahrscheinlich auch die erfolgreichsten sein. Natürlich sind 50 Milliarden Euro eine beachtliche Summe. Es ist jedoch anzunehmen, dass die tatsächlichen Anträge diese Summe deutlich überschreiten werden. Eine weitere historische Chance besteht darin, dass die Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt ausgesetzt ist, wenn die Landespla- nungsbehörden eine Fusion von Krankenhäusern im Rahmen der Umsetzung der Krankenhausreform für sinnvoll und notwendig halten. Es ist klug, aktiv die Führung bei der Transformation in einer Region zu übernehmen, anstatt passiv abzuwarten und hinterherzulaufen. Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Dr. med. Wolfgang Fiori Geschäftsführende Partner bei Roeder & Partner – Ärzte PartG ‣ Quellen 1 https://dserver.bundestag.de/btd/20/131/2013166.pdf, abgerufen 25.1.2025 2 https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemittei- lung_1703296.jsp, abgerufen 25.1.2025 3 https://www.kma-online.de/aktuelles/klinik-news/detail/frueheres-marienhospital-ankum-ist-das-erste-regionale-gesund- heitszentrum-49581, abgerufen 25.1.2025 ‣ Weiterführende Literatur https://www.g-drg.de/content/search?s = Lg-Grouper, abgerufen am 4.2.2025 Roeder N., Fiori W., Bunzemeier H. (2025), Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz – Große Reform der Krankenhausstruk- turen?, Der Krankenhaus-Justiziar,1 Roeder N., Fiori W. (2024), Krankenhausreform: Der Bezug von Vorhaltebudget zu Leistungsgruppen, Deutsches Ärzteblatt, online first Roeder N., Fiori W. (2024), NRW nähert sich dem Bedarf der Zukunft an, f&w, 2: 128–131 Roeder N., Fiori W. (2024), Die große Krankenhausreform – Anspruch und Wirklichkeit, Der Krankenhaus-Justiziar,1 Roeder N. (2023) Krankenhausplanung: Welches Leistungsgruppensystem passt?, das Krankenhaus 5: 409–422 Fiori W., Bunzemeier H., Roeder N. (2023) Die „Grundlegende Reform der Krankenhausvergütung“, das Krankenhaus 2: 134–155 Roeder N., Fiori W. (2023) Neuausrichtung der NRW-Krankenhausplanung-Bedeutung für die Herz-Kreislauf-Medizin und die Thorax- chirurgie, Z Herz-, Thorax- Gefäßchir; 38: 74–83 Roeder N., Bunzemeier H. (2022) Ziele und Methoden einer medizinstrategischen Zukunftsausrichtung, in Ihr Krankenhaus 2030 – sicher und stark für die Zukunft, Kohlhammer, ISBN 978–3-17–041942–1[f1] Fiori W., Roeder N. (2022) Krankenhausplanung NRW – das Planungsverfahren, das Krankenhaus 10: 866–884 Roeder N., Fiori W., Bunzemeier H. (2021), Bedeutung der Neuausrichtung der NRW-Krankenhausplanung für die chirurgischen Fach- gebiete, Passion Chirurgie, 12-IV-2021, Seite 41.47 Roeder N., May P.-J., Kösters R., Fiori W. (2021) Neuausrichtung der NRW-Krankenhausplanung, das Krankenhaus; 10: 873–892 23 kma Whitepaper | Juni 2025 © 2025. Thieme. All rights reserved.