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NeuwahlNeuer Vorsitzender der Saarländischen Krankenhausgesellschaft gewählt

Die Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG), der Zusammenschluss der Träger der 22 saarländischen Krankenhäuser, hat im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am 19. Oktober 2018 in den SHG-Kliniken Völklingen einen neuen Vorstand gewählt.

Universitätsklinikum des Saarlandes
UKS
Universitätsklinikum des Saarlandes

Der Tradition folgend, die einen turnusmäßigen Wechsel des Vorsitzenden des Vorstandes alle zwei Jahre vorsieht, löste Herr Manfred Klein, geschäftsführender Direktor des St. Nikolaus Hospitals Wallerfangen, Herrn Alfons Vogtel, Geschäftsführer der Saarland Heilstätten GmbH, als Vorsitzenden ab. Frau Dr. Susann Breßlein, Geschäftsführerin des Klinikums Saarbrücken, wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling, der ein Grußwort an die Mitgliederversammlung richtete, blickt der Zusammenarbeit mit dem neugewählten Vorstand der SKG positiv entgegen: „Die Themen rund um eine alternde Gesellschaft, begrenzte finanzielle Ressourcen, die Gewinnung von qualifiziertem Fachpersonal und die Stärkung der sektorenübergreifenden Versorgung werden uns auch in der Zukunft maßgeblich beschäftigen“, so Staatssekretär Kolling.

Unter anderem diese Themen und deren Auswirkung auf die Gesundheitsversorgung der Zu­kunft waren auch zentrale Bestandteile des Vortrags des Gastredners Professor Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. Er beleuchtete in seinem Vortrag die Notwendigkeit der Anpassung der Krankenhauslandschaft an die Herausforderun­gen der ökonomischen und demografischen Entwicklung.

Wohnortnahe Grundversorgung als Schwerpunkt

„Nicht jede Klinik kann und sollte jede erdenkliche Leistung erbringen. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen die Krankenhäuser zu Versorgungschwerpunkten und Zentren umgestaltet werden. Dabei kann auch die wohnort­nahe Grundversorgung ein solcher Schwerpunkt sein“, erläutert Hecken. Neben diesen steigenden Anforderungen der Bundesebene treibt die Krankenhäuser im Saarland aber noch eine ganz andere Sorge um.

Angesichts eines immens hohen Investitionsstaus in den 22 saarländischen Krankenhäusern hat die Mitgliederversammlung der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e. V. einstimmig eine Resolution beschlossen. Darin wird die Landesregierung dringend aufgefordert, die Investitionsförderung für die Kliniken im Doppelhaushalt spürbar zu erhöhen.

Der neugewählte Vorsitzende Manfred Klein und seine neu gewählte Stellvertreterin Dr. Susann Breßlein erheben schwere Vorwürfe gegen die Koalition aus CDU und SPD: „Mit dem von der Landesregierung eingebrachten Doppelhaushalt für die Jahre 2019/2020 werden die Krankenhäuser im Land kaputtgespart.“ Sie laden die Abgeordneten des saarländischen Landtages ein, sich in den Krankenhäusern ein Bild vom Sanierungsstau zu machen.

Investitionsförderung muss erhöht werden

„Rund 450 Millionen Euro hat der Regierungsgutachter festgestellt. Tatsächlich ist er viel höher und wird bis zum Jahr 2025 weit über einer Milliarde Euro liegen. Wenn die Koalitionsfraktionen nicht schnell handeln, gefährden sie die Gesundheit der Saarländerinnen und Saarländer.“ Die Mitgliederversammlung der SKG fordert, in einem ersten Schritt für die kommenden beiden Jahre das im Koalitionsvertrag gegebene Versprechen einzulösen und die Investitionsförderung auf rund 40 Millionen Euro im Jahr zu erhöhen.

„Wenn die Landesregierung auch weiterhin ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht ausreichend nachkommt, riskiert sie den „überraschenden“ Marktaustritt von mehreren Krankenhäusern“, so Manfred Klein. Bereits seit vielen Jahren seien die Krankenhäuser nicht in der Lage, notwendige Investitionen z. B. in die Baustruktur eines Krankenhauses, zeitnah umzusetzen.

In der von den Krankenkassen vorgeschlagenen Monistik, d. h. der Übernahme der Investitionskosten durch die Krankenkassen, sehen die Krankenhäuser auch keine Lösung des Problems, da die Krankenkassen im Gegenzug ein Mitspracherecht in der Krankenhausplanung fordern.

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