Der Bundesrat geht auf Konfrontationskurs zu Warkens GKV-Spargesetz: Die Länder fordern weitreichende Nachbesserungen und warnen vor Klinikinsolvenzen. Bundesratspräsident Bovenschulte rechnet bereits mit dem Vermittlungsausschuss.
Die Länder machen Druck auf der GMK: Unter anderem Hamburgs Sozialsenatorin Schlotzhauer fordert Nachbesserungen. Zugleich wächst die Finanzlücke um 3,5 Milliarden Euro – Hauptstreitpunkt bleiben die Kliniken.
Wechsel an der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses: Die hessische Staatssekretärin Sonja Optendrenk soll Ende Juni Josef Hecken als Vorsitzenden ablösen. Der Gesundheitsausschuss des Bundestages bestätigte ihre Kandidatur.
Während der Gesundheitsministerkonferenz haben 8000 Klinikbeschäftigte und Unterstützer gegen Warkens Sparpläne protestiert. Verdi fordert die Notbremse im Bundestag. Unterstützung kommt vom GMK-Vorsitzenden Andreas Philippi.
Fusionen zwischen kirchlichen und kommunalen Kliniken sind rar. Selten verbinden sich dabei zwei Partner auf Augenhöhe, noch seltener entsteh solch ein Schwergewicht wie in Darmstadt: Die Stadt und Agaplesion haben so manche Forderung der Reformagenda vorweggenommen.
Rania Abbas wartete 18 Jahre auf ihre Endometriose-Diagnose. Heute kämpft die Gesundheitsökonomin dafür, dass Digitalisierung den Gender Health Gap schließt, statt ihn zu vergrößern.
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler stellt sich gegen die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige. Doch die Kassenlage lässt wenig Spielraum.
Sparen, das teuer wird: Am Klinikum Mittelbaden zeigt sich, wie der Bettenabbau Versorgung und Ausbildung schwächt – und Folgekosten von bis zu 84 Millionen Euro drohen. Pflegebündnis-Vorsitzender Peter Koch erklärt, warum gerade gut aufgestellte Häuser momentan unter Druck geraten.
Das GKV-Defizit wächst stärker als gedacht: 3,5 Milliarden Euro Mehrausgaben drohen 2027. Der Spitzenverband wirft dem Bund einen „Taschenspielertrick“ vor – und sieht in der Unterfinanzierung der Bürgergeld-Versorgung einen Verfassungsverstoß.
Die Länder ziehen bei ihrer Kritik an den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen laut MV-Gesundheitsministerin Drese an einem Strang. Das soll in der kommenden Sitzung des Bundesrats zu spüren sein.
In Hamburg wird die Versorgung Schwerverletzter neu gebündelt: Die Akutversorgung des BG Klinikums zieht in einen Neubau auf das UKE-Gelände, die stationäre Reha verbleibt in Bergedorf und wird ebenfalls neu gebaut. Kosten: rund 1,2 Milliarden Euro.
Aus dem BG Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum und dem BG Klinikum Duisburg soll ein Unternehmen werden. Die Verzahnung sichere die Standorte und eröffne „ganz neue Entwicklungsperspektiven“, sagt Konzernchef Reinhard Nieper.
Die Mühlenkreiskliniken erweitern ihren Vorstand um Andrea Aulkemeyer. Die Ex-Finanzchefin der Deutschen Messe steht künftig mit Dr. Olaf Bornemeier an der MKK-Spitze. Mit ihrem Start endet das Mandat von Sanierungsvorstand Frank Ohi.
Vier Ameos Klinika haben neue Krankenhausdirektorinnen. In Osnabrück hat Annette Nedderhoff die Position übernommen. Die Häuser in Anklam, Pasewalk und Ueckermünde werden künftig von Dr. Andrea Mossner geleitet.
KI-Plattformen revolutionieren die Verarbeitung von Daten und die Gestaltung klinischer Workflows. Sie drängen das KIS ins Abseits und stellen die Machtfrage: Wer kontrolliert Schnittstellen, Kundenbeziehungen und die IT der Krankenhäuser?
Umbau in Heidelberg: Patrick Mombaur ist neuer Vorstandschef der SRH. CFO und COO werden noch gesucht, denn nach dem Tod von Prof. Christof Hettich wird die Konzernleitung auf drei Mitglieder erweitert.
Nach vier Jahren an der Median-Spitze scheidet Prof. Marc Baenkler überraschend als Deutschland-CEO des Reha-Anbieters aus. Zum 1. August übernimmt Sebastian Bergholz die Position. Er war bislang Regionalgeschäftsführer Ost.
Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Klage der DRK Kliniken Berlin gegen die milliardenschwere Bevorzugung kommunaler Krankenhäuser abgewiesen. Der freigemeinnützige Träger kündigt Berufung an – und ist mit seinem Unmut nicht allein.
Fünf Partner, eine neue Struktur: Die Universitätsmedizin Oldenburg verzahnt Kliniken und Universität künftig auch auf der Leitungsebene. Die Basis für das Uniklinkum im Verbund ist damit geschaffen.
Das derzeit diskutierte GKV-Gesetz würde Sparmaßnahmen vor allem in Krankenhäusern mit sich bringen. Dagegen regt sich Widerstand. Mehrere Kliniken wollen sogar kurzzeitig schließen, allerdings nur symbolisch.
Das Klinikum St. Georg in Leipzig verbucht 2025 ein Defizit von 34 Millionen Euro – und liegt damit im Plan. Es gab einen deutlichen Anstieg von ambulanten Fällen. Der Sanierungskurs wird mit Rückendeckung der Stadt Leipzig fortgesetzt.
Prof. Jürgen Graf von der Uniklinik Frankfurt und Dr. Johannes Backus von der Bundeswehr sprechen über Krisenmedizin und die Rolle der Zusammenarbeit zwischen Universitätskliniken und Bundeswehr.
Die Joseph Kliniken Berlin investieren 180 Millionen Euro in einen Neubau in Tempelhof. Bis 2028 entsteht eine Klinik, die moderne Versorgung und ökologische Standards vereint. Tagsüber läuft das Gebäude komplett ohne fossile Energieträger.