Schon Ende Januar geht (fast) nichts mehr in der Schlosspark-Klinik in Berlin. Dann stellt das insolvente Haus den medizinischen Betrieb ein. Die Alexianer führen Psychiatrie und Neurologie fort, aber einige Fragen sind noch offen.
Auch die Verantwortlichen des Marien-Hospitals Erftstadt haben die Insolvenz beantragt. Für das Haus mit rund 400 Beschäftigten ist es schon der zweite erzwungene Neustart innerhalb weniger Jahre.
Im insolventen Krankenhaus Geesthacht beginnt die harte Phase der Sanierung. Mit der Eröffnung des Hauptverfahrens bekommen 250 Beschäftigte die Kündigung. Ziel ist nun eine „spezialisierte Fachklinik mit Akutfunktion“.
Die Gläubiger haben entschieden: Das insolvente Krankenhaus Geesthacht wird nicht kommunalisiert. Es bleibt im Besitz von Reeder Thomas Pötzsch und seiner CTP Gruppe. Die will die bisherigen Leistungen nun deutlich einschränken.
Es ist eine Teil-Rettung: Neurologie und Psychiatrie der Schlosspark-Klinik sollen zu den Alexianern wechseln, alle anderen neun Abteilungen müssen im Frühjahr schließen. Für Mitarbeitende laufen Gespräche zu Übernahme und Sozialplan.
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Die Reform der Kliniklandschaft gewinnt immer mehr an Tempo. Bundesländer, Kommunen und Klinikverbünde denken Versorgungsstrukturen neu, bündeln Leistungen und richten Standorte strategisch neu aus. Viele Entscheider setzen auf erprobte Medizin- und Standortstrategien. Einige davon stellen wir in unserem neuen kma Whitepaper vor.
Wasserschaden, steigende Kosten, Krankenhausreform: Das Jüdische Krankenhaus Berlin steckt in einer schwierigen finanziellen Lage und meldet Insolvenz an. Wie geht es jetzt weiter?
Es hat sich eine Bietergemeinschaft gefunden, die die Klinikleitung des DRK Schmerz-Zentrums in Mainz übernimmt. Die Option des Management-Buy-Outs sichert Versorgung, Arbeitsplätze und die Weiterentwicklung des Zentrums. Die Übernahme ist geplant zum 1. Januar 2026.
Das insolvente Krankenhaus Maria Stern in Remagen schließt, 118 Beschäftigte bekommen die Kündigung. Eigentlich hatte IGP Med den Standort übernehmen sollen, doch dazu kommt es nicht. Der Investor bringt jetzt eine andere Lösung ins Spiel.
Entscheidung für Norderney: Die Stadt kann das insolvente Inselkrankenhaus kaufen. Das haben die Gläubiger einstimmig beschlossen. Insolvenzverwalter Axel Gerbers hat jetzt einen klaren Zeitplan.
Es geht Schlag auf Schlag: Auch das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm strauchelt. Politik und Kreis reagieren betroffen auf die angekündigte Insolvenz und planen einen Runden Tisch zur Zukunft des Standorts.
Das Krankenhaus Salem in Heidelberg hat erneut ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt. Der Betrieb läuft weiter, die Versorgung ist gesichert. Ziel ist eine tragfähige Zukunftslösung – Gespräche mit Partnern laufen bereits.
Auch das Ketteler Krankenhaus ist insolvent. Der 310-Betten-Standort in Offenbach soll nun in Eigenverwaltung – und mit einem zusätzlichen externen Geschäftsführer – saniert werden. Mehr als 900 Beschäftigte sind betroffen.
Im Fall des wieder insolventen Krankenhauses Geesthacht läuft das neue Bieterverfahren. Während der aktuelle Besitzer einen „klaren Neustart“ verspricht, stellt sich der Rat der Stadt gegen ihn – und lässt die Kommunalisierung prüfen.
Wegen der „Altlasten der früheren Konzernstruktur“ geht auch das Krankenhaus Saarlouis vom DRK in die Insolvenz in Eigenverwaltung. Die aktuellen Gesellschafter sind erst im Juni eingestiegen. Zugleich tritt Matthias Adler als Geschäftsführer an.