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Kreis springt einTeure Zwischenlösung für Prüm

Bis ein neuer Träger gefunden ist, stützen Kreis und Land das insolvente St. Joseph-Krankenhaus in Prüm. Die seit Jahren steigenden Verluste werden übernommen, und es soll sogar gebaut werden.

Rettungsring
peterschreiber.media/stock.adobe.com
Symbolfoto

Es ist so etwas wie eine Atempause für das insolvente St. Joseph-Krankenhaus in Prüm. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm und das Land Rheinland-Pfalz springen dem Haus, das bislang zur Josefs-Gesellschaft gehört, bei. So werde der Kreis einen Verlustausgleich zusichern und notwendige Investitionen organisieren und mitfinanzieren, heißt es in einer Mitteilung.

Das Krankenhaus, das 150 Planbetten und rund 450 Beschäftigte hat, müsse zur Sicherstellung der stationären Versorgung in der Region „unbedingt erhalten bleiben“ – darüber sei sich Landrat Andreas Kruppert mit dem Land einig, so der Kreis. Darum würden nun auch notwendige bauliche Maßnahmen ergriffen. Der Eifelkreis stelle dafür Mittel zur Verfügung, und auch das Land habe „eine weitreichende Förderung im Rahmen seiner Zuständigkeit“ für die Investitionen in Aussicht gestellt.

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Gleichzeitig wird weiter an einer langfristigen Lösung gearbeitet. Das Haus könnte an einen anderen Träger oder den Eifelkreis übergehen. Um das zu ermöglichen, solle in einer ersten Stufe zunächst eine Vereinbarung zum vorläufigen Betrieb mit der bisherigen Trägergesellschaft erfolgen, heißt es aus dem Kreishaus. Dafür werde der Eifelkreis das auflaufende Defizit für 2026 ausgleichen. Vorschläge zur Verlustübernahme würden der Josefs-Gesellschaft vorliegen.

Er erwarte jedoch, „dass auch der bisherige Träger seiner Verantwortung nachkommt und wir in den nächsten Tagen zu einem Ergebnis finden“, betont Landrat Kruppert. Parallel dazu werde „ein langfristig tragfähiges Zukunftskonzept“ für den Standort unter neuer Trägerschaft entwickelt: „Dazu haben wir bereits zahlreiche Gespräche mit potenziellen Trägern geführt.“

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