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Psychiatrie bleibtDie letzten Tage der Berliner Schlosspark-Klinik

Schon Ende Januar geht (fast) nichts mehr in der Schlosspark-Klinik in Berlin. Dann stellt das insolvente Haus den medizinischen Betrieb ein. Die Alexianer führen Psychiatrie und Neurologie fort, aber einige Fragen sind noch offen.

Außenansicht der Schlosspark-Klinik
Schlosspark-Klinik
Die Schlosspark-Klinik hatte im Juni 2025 ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet.

Im Berliner Heubnerweg ist es nun noch etwas schneller zu Ende, als sich im Dezember 2025 abgezeichnet hatte: Außer in den Bereichen Psychiatrie und Neurologie stellt die insolvente Schlosspark-Klinik im Bezirk Charlottenburg bereits zum 30. Januar ihren medizinischen Betrieb ein. Diesen Plan habe die Geschäftsführung Anfang des Monats gefasst, teilt das Haus auf Anfrage mit. Ziel sei es gewesen, „Klarheit für Patienten, Zuweiser und Mitarbeiter zu schaffen“. Seitdem wird auch auf der Webseite über das Aus informiert.

Die Patienten seien rechtzeitig in Kenntnis gesetzt worden, und den medizinischen Betrieb habe man schrittweise reduziert, betonen die Verantwortlichen. Noch im Haus liegende Patienten würden nun bis zum Ende der Woche entlassen.

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Die Notaufnahme ist für somatische Fälle bereits seit dem 15. Januar geschlossen. Psychiatrische Notfälle werden aber weiter aufgenommen, da die Psychiatrie am Standort ab dem 2. Februar, wie berichtet, als Abteilung des Alexianer St. Gertrauden Krankenhauses weitergeführt wird. Für die psychiatrischen Patienten sei ein nahtloser Übergang gesichert, heißt es. Neben der Psychiatrie wird auch die Abteilung der Neurologie ab Februar Teil des St. Gertrauden Krankenhauses, zieht allerdings dorthin um. Für die Psychiatrie steht dieser Schritt nach den bisherigen Plänen erst 2028 an.

Zum 30. April dann wird die Schlosspark-Klinik unter diesem Namen insgesamt endgültig Geschichte sein. Wie vielen der bislang mehr als 750 Beschäftigten letztlich die Kündigung ausgesprochen werde, könne zum aktuellen Stand nicht gesagt werden, so die Klinik. Geschäftsführer Dr. Gunnar Pietzner erklärt: „Bis zuletzt sind unsere Mitarbeiter unglaublich engagiert bei der Versorgung unserer Patienten, trotz der beschlossenen Schließung. Dafür sind wir sehr dankbar.“

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