
Im Insolvenzverfahren der Rotkreuzklinik Würzburg nimmt die Klärung der künftigen Ausrichtung des Hauses Konturen an. Wie eine Sprecherin der Klinik auf kma-Nachfrage mitteilt, deuten sich „schrittweise stichhaltige Zukunftsaussichten für das Haus, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die weitere Gesundheitsversorgung in Würzburg“ an. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.
Dabei zeichnet sich aktuell ab, dass die Klinik in der bisherigen Struktur nicht weiterentwickelt werden kann.
Das Sanierungsteam und seine Gesprächspartner befänden sich „auf der Zielgeraden der Verhandlungen über die zukünftige Ausrichtung der Klinikgesellschaft“. Nach aktuellem Stand zeichne sich ab, dass die Klinik in der bisherigen Struktur nicht weiterentwickelt werden könne. Für einen großen Teil des Personals gebe es jedoch „positive und stabile“ Beschäftigungsaussichten. Die Optionen würden sorgfältig geprüft, mit dem Betriebsrat besprochen und im Sinne der Mitarbeitende gestaltet, heißt es weiter. Einschnitte in der regionalen Gesundheitsversorgung würden derzeit nicht erwartet.
Die Verhandlungsabschlüsse sollen bis Ende Februar vorliegen. Laufende Behandlungen und geplante Eingriffe würden nach jetzigem Stand bis Mitte März an der Rotkreuzklinik Würzburg durchgeführt.
Die Rotkreuzklinik Würzburg mit rund 100 Betten und etwa 200 Mitarbeitenden hatte am 8. September 2025 beim Amtsgericht München ein Schutzschirmverfahren beantragt. Die Würzburger Einrichtung ist eines von mehreren Häusern der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz, die in den vergangenen Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren. Während die Rotkreuzkliniken in Lindenberg und Wertheim schließen mussten, konnte das Münchner Haus sein Eigenverwaltungsverfahren im vergangenen Jahr erfolgreich abschließen.







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