
Eine große Herausforderung liegt in der frühen Entscheidung. Während früher die stationäre Aufnahme oft der Standardpfad war, müssen Kliniken heute bereits während der elektiven Aufnahme bewerten, welche Abrechnungsform – ambulant /AOP, Hybrid-DRG oder stationäre DRG – regulatorisch korrekt und ökonomisch sinnvoll ist. Hier setzt der ID Portalmanager an. Durch eine integrierte Fallsimulation können Mitarbeiter in der Patientenaufnahme verschiedene Szenarien durchspielen. Diese interoperable Plattform dient als Steuerungsinstrument, das nicht nur die Abrechnungsform prüft, sondern auch die Vernetzung mit ambulanten Leistungserbringern sicherstellt. Ein wesentlicher Innovationssprung ist die KI-basierte Verweildauervorhersage. Indem bereits bei der Aufnahme die voraussichtliche Liegezeit prognostiziert wird, kann das Entlassmanagement proaktiv geplant werden.
Im Zentrum des klinischen Alltags steht die webbasierte Lösung ID DIACOS® 9. Die Software bricht die Silos der Codierung auf, indem sie die ambulanten Kodierrichtlinien direkt mit der stationären Logik verknüpft. Durch die Darstellung von Leistungsgruppen und die Kennzeichnung von Hybrid-DRGs kann eine sachgerechte Kodierung gewährleistet werden. Intelligente Vorschlagssysteme für ICD- und OPS-Codes sowie die Hinterlegung passender EBM-Leistungen reduzieren den manuellen Rechercheaufwand drastisch.
Besonders hervorzuheben ist die Funktion „Rapid Coding“, auf Basis statistischer Häufigkeitsverteilungen Diagnosen und Prozeduren vorschlägt. Für die Anwender bedeutet dies eine signifikante Entlastung: Sie erhalten kontextsensitive Hinweise, die die Prüfsicherheit gegenüber dem Medizinischen Dienst (MD) massiv erhöhen.
Den nächsten Evolutionsschritt markiert ID CCC. Durch die Integration von Large Language Models (LLM) und modernen Schnittstellen wie HL7 FHIR wird der Codierprozess zu einem geschlossenen Kreislauf. Dank der KI-gestützten Analyse von medizinischen Texten wie Arztbriefen, Laborwerte u.a. mit Hilfe des ID Batchprozessors können einfache Standardfälle mittlerweile vollautomatisch kodiert werden, was die knappen personellen Ressourcen schont. Die Integration reicht dabei tief in die klinische Infrastruktur (KIS, RIS, LIS) hinein und ermöglicht sogar die Abfrage komplexer Aufwände oder Zusatzentgelte (ZE/NUB).
Damit die administrative Leitung den Überblick behält, bündelt das ID DASHBOARD alle relevanten Kennzahlen. Durch die Verweildauersteuerung, präzise Filterungen und MD-Warnungen wird auf einen Blick deutlich, wo Optimierungspotenziale liegen und wo interveniert werden muss.
