Schnelle Notfallversorgung, unsichere Klinikzukunft? Die Pläne zur Krankenhausreform spalten die Politik in Rheinland-Pfalz. Während Minister Hoch die Versorgung als gesichert ansieht, kritisiert die Opposition fehlende Antworten und Pläne.
Thomas Pötzsch übernimmt mit seiner CTP Gruppe das insolvente Krankenhaus Geesthacht. Der Reeder hat mit dem Standort in Schleswig-Holstein große Pläne und will weiter investieren. Tobias Vaasen bleibt Geschäftsführer.
Mit dem Unternehmer Thomas Pötzsch steht der neue Investor für das insolvente Krankenhaus Geesthacht fest. Doch nun will Navicare-Med, der bislang favorisierte Interessent, ihn noch „substanziell überbieten“ – und vor Gericht ziehen.
Die Beschäftigten der insolventen Muldentalkliniken haben eine Bedingung für den Verkauf an Sana erfüllt. Mehr als 95 Prozent akzeptieren dafür Gehaltseinbußen. Jetzt liege die Entscheidung bei Sana, sagt die Geschäftsführerin.
Im Fall des insolventen DRK Krankenhauses Kirchen zeichnet sich eine Übernahme durch die Diakonie in Südwestfalen ab. Derweil sichert der Landkreis Altenkirchen einem neuen Träger eine fast 16 Millionen Euro schwere Unterstützung zu.
Auch das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen ist insolvent. Mit einem Schutzschirmverfahren soll die Gesundheitsversorgung der Region gesichert werden. Landrätin Weigand hat einen runden Tisch geplant.
Unerwartete Wende im Insolvenzverfahren des Krankenhauses Geesthacht: Weil ein höheres Angebot vorliegt, wird der Investorenprozess fortgesetzt. Bislang sollte ein Konsortium um die Käufer des Klinikums Bad Bramstedt den Zuschlag erhalten.
Die Kreiskliniken Dillingen-Wertingen sind der nächste Insolvenzfall. Sie planen ein Schutzschirmverfahren und wollen künftig mit den Donau-Ries Kliniken kooperieren. Mit ihnen soll ein Versorgungsverbund Nordschwaben entstehen.
Die finanziell angeschlagenen Pfeifferschen Stiftungen suchen weiterhin nach einem möglichen Partner für ihre Kliniken. Das weitere Vorgehen des Schutzschirmverfahrens hat der Vorstand nun anhand eines Fahrplans skizziert.
Sie verhandeln weiter im Tal der Mulde. Der Landkreis Leipzig, Sana und die Gewerkschaften setzen ihre Gespräche über den Verkauf der Muldentalkliniken trotz der Insolvenz fort. Der Zeitplan ist straff – und die Beschäftigten sind jetzt entscheidend.
Für die ersten fünf der zehn insolventen DRK-Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz zeichnen sich offenbar „tragfähige Fortführungslösungen“ ab. Auch an den seit Februar betroffenen Fachkliniken gebe es „reges Interesse“, sagt der Insolvenzverwalter.
Mitten in den Verhandlungen über den Verkauf an Sana haben die Muldentalkliniken einen Insolvenzantrag gestellt. Das sei „unvermeidbar“, betont die Geschäftsführerin. Sana zeigt sich überrascht, und der Landkreis bleibt bei seiner Linie.
Wie konnte es dazu kommen, dass beim DRK mehrere Krankenhäuser gleichzeitig in die Insolvenz rutschen? Über Millionenforderungen, fehlende Medizinkonzepte und wie es nun weitergeht in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Das insolvente DRK-Krankenhaus Neuwied bekommt einen neuen Träger. Die Marienhaus-Gruppe will am 3. März den Kaufvertrag zur Betriebsübernahme unterzeichnen und am 1. April die Regie übernehmen – vorbehaltlich „aufschiebender Bedingungen“.
Wird das Diakonissenhaus Teltow der Retter des insolventen Krankenhauses in Guben? Zumindest steht der Verbund nach eigenen Angaben in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem Naëmi-Wilke-Stift.