Das DRK in Rheinland-Pfalz wird künftig keine Krankenhäuser mehr betreiben. Nach fünf schon angeschlagenen Standorten gehen jetzt auch die übrigen fünf in dem Bundesland in die Insolvenz. Zudem ist ein Haus im Saarland betroffen.
Für das insolvente Erzgebirgsklinikum hat das Eigenverwaltungsverfahren begonnen – mit ambitioniertem Zeitplan. Geschäftsführer Marcel Koch erklärt, wie viele Kündigungen unvermeidlich sind und welche Schritte nun folgen.
Die Pfeifferschen Stiftungen kämpfen mit Defiziten: Die Kliniken machen hohe Verluste. Um den Betrieb zu sichern, plant der Vorstand eine stärkere Spezialisierung und Gespräche mit anderen Krankenhäusern. Der Zeitplan ist eng.
Diesmal ist es ein Haus in Niedersachsen: Das St.-Marien-Hospital in Friesoythe ist insolvent und geht in ein Schutzschirmverfahren. Der Versorger hatte schon eine millionenschwere Sanierung gestartet und will sich so mehr Zeit verschaffen.
Einer der größten gesundheitlichen Einrichtungen in Sachsen-Anhalt droht die Insolvenz. Deshalb haben die Pfeifferschen Stiftungen nun eine Sanierung im Schutzschirmverfahren gestartet. Betroffen sind nicht nur die Krankenhäuser.
Der sanierende Insolvenzplan war beschlossen. Doch nun macht das St. Hubertus-Stift Bedburg doch für immer dicht. Überraschend ist schon Ende Januar Schluss. Ein Grund ist auch die neue Krankenhausplanung.
Krankenhaus St. Marienwörth des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V.
Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss des insolventen Krankenhauses St. Marienwörth mit dem Diakonie Klinikum in Bad Kreuznach freigegeben. Jetzt sind die Verträge unterschrieben, und der Trägerwechsel steht bevor.
Für das insolvente Krankenhaus Geesthacht sind Investoren gefunden – ein Konsortium um Dr. Stephan Engels-de Rey und Yenna Haack, die kürzlich erst das Klinikum Bad Bramstedt übernommen haben. Es gibt viele Pläne und einige Fragen.
Das Warendorfer Josephs-Hospital ist insolvent und will sich in Eigenregie sanieren. Dem Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren wurde vom Gericht stattgegeben. Jetzt wird neu strukturiert.
Im mittlerweile zweiten Insolvenzverfahren für die fünf DRK-Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz zeichnet sich zumindest für einen Standort schon eine Zukunftsperspektive ab. Offenbar hat die Marienhaus-Gruppe Interesse an dem Haus in Neuwied.
Beim insolventen Krankenhaus in Biedenkopf geht der Landkreis nicht nur finanziell, sondern jetzt auch als Träger in die Verantwortung. Das eigentliche Ziel aber ist ein anderes.
Inflation, Tarifkosten und Investitionsstau belasten Deutschlands Akutkliniken. Warum auch die Krankenhausreform keine schnelle Rettung bringt und wie neue Partnerschaften eine Lösung sein könnten.
Nach der Sanierung in Eigenverwaltung geht die DRK Trägergesellschaft Süd-West mit den fünf Standorten in Rheinland-Pfalz erneut insolvent. Gesundheitsminister Clemens Hoch bedauert das, ist aber zuversichtlich.
In Geesthacht könnte ein Sanierungsfall den anderen retten. Wie es dazu kam, dass das Krankenhaus während seines laufenden Insolvenzverfahrens ein ebenfalls insolventes MVZ übernimmt.
Obwohl ein tragfähiges Konzept vorgelegen haben soll, sind offenbar alle potenziellen Investoren für das insolvente Elisabeth-Krankenhaus Thuine abgesprungen. Die Sanierer beklagen fehlende Unterstützung von Land und Region – und schließen das Haus.