Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens gibt es weitere tiefe Einschnitte am DRK-Krankenhaus Altenkirchen. Der Ansatz, dort ein Level-1i-+-Haus zu etablieren, wurde abgebrochen. Derweil werden die Pläne für ein künftiges Klinikum Westerwald konkreter.
Die bevorstehende Schließung der Sternbach-Klinik in Schleiz ist ein alarmierendes Zeichen für die Zukunft kleiner Krankenhäuser in Thüringen. Die Landesärztekammer fordert nun dringend neue Versorgungskonzepte.
Die Stadt Wilhelmshaven hat entschieden, das Klinikum Wilhelmshaven mit bis zu 13,8 Millionen Euro finanziell zu unterstützen. Ein Sanierungskonzept muss bis Ende November vorgelegt werden.
Nach 15 Monaten, einem geplatzten Deal und vielen Hiobsbotschaften gibt es eine neue Lösung für das insolvente Klinikum Bad Bramstedt. Ein Investor will das gesamte Unternehmen kaufen – die Vereinbarung ist unterzeichnet.
Eine Fraktion im Kreistag des Saale-Orla-Kreises reagiert mit einer Anzeige auf das Aus der Sternbach-Klinik in Schleiz. Sie hat die Geschäftsführung wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung angezeigt. Auch der Landrat übt Kritik.
Die Sternbach-Klinik Schleiz schließt Ende August. Personalmangel und finanzielle Verluste machen den Betrieb unmöglich; ein Investor wurde nicht gefunden. Die rund 190 Mitarbeitenden werden entlassen, neue Patienten nimmt die Klinik nicht mehr auf.
Das Insolvenzverfahren für das Heilig-Geist-Hospital Bingen wird wohl bald aufgehoben. Gläubiger und Gericht haben den Sanierungsplan abgesegnet. Demnächst wird das Haus je zur Hälfte der Stadt Bingen und dem Kreis Mainz-Bingen gehören.
Die Verantwortlichen des DRK-Krankenhauses Biedenkopf fürchten, dass ihr insolventes Haus im Oktober schließen muss – weil dann nicht mehr genug Personal da ist. Ihre Sorgen und Forderungen haben sie in einem Brief an den Landkreis formuliert.
Der insolvente Klinikverbund Regiomed scheint auch für seine zwei Häuser im thüringischen Landkreis Sonneberg einen neuen Träger gefunden zu haben. Die Kommune will sie übernehmen – wenn Thüringen Millionen zuschießt. Jetzt hängt alles am Freistaat.
Der Insolvenzplan für das Krankenhaus Salem hat von den Gläubigern und vom Amtsgericht das Okay bekommen. Damit kann die Evang. Stadtmission Heidelberg wieder die Regie übernehmen. Ein wichtiger Partner ist das Uniklinikum.
Der Kreis Kleve übernimmt die Millionen-Verluste des insolventen St. Willibrord-Spitals in Emmerich – zumindest bis zum Jahresende. Jetzt strukturiert das Haus um und sucht einen Kooperationspartner.
Ein Sana-Engagement beim insolventen Regiomed-Verbund wird immer wahrscheinlicher. Nun hat auch der Gläubigerausschuss einer Übernahme der bayerischen Einrichtungen durch den Konzern zugestimmt. Ein paar „letzte Verhandlungspunkte“ gibt es allerdings noch.
Nach langwierigen Diskussionen läuft beim insolventen Klinikverbund Regiomed alles auf die Sana-Lösung zu. Die politischen Gremien haben beschlossen, dass der Konzern die drei bayerischen Häuser übernehmen kann. In Thüringen sieht es anders aus.
Nachdem das Krankenhaus in Linnich vor gut einem Jahr schließen musste, ist nun das ehemalige Krankenhausgebäude verkauft worden. Wer der Käufer ist und wofür es zukünftig genutzt wird.
Die Roland Berger Krankenhausstudie 2024 zeichnet ein düsteres Bild: Die finanzielle Not der Kliniken verschärft sich, mehr als die Hälfte der Häuser sehen ihre Liquidität gefährdet. Etwa ein Viertel schätzt sich selbst als insolvenzbedroht ein.