Der insolvente Klinikverbund Regiomed scheint auch für seine zwei Häuser im thüringischen Landkreis Sonneberg einen neuen Träger gefunden zu haben. Die Kommune will sie übernehmen – wenn Thüringen Millionen zuschießt. Jetzt hängt alles am Freistaat.
Der Insolvenzplan für das Krankenhaus Salem hat von den Gläubigern und vom Amtsgericht das Okay bekommen. Damit kann die Evang. Stadtmission Heidelberg wieder die Regie übernehmen. Ein wichtiger Partner ist das Uniklinikum.
Der Kreis Kleve übernimmt die Millionen-Verluste des insolventen St. Willibrord-Spitals in Emmerich – zumindest bis zum Jahresende. Jetzt strukturiert das Haus um und sucht einen Kooperationspartner.
Ein Sana-Engagement beim insolventen Regiomed-Verbund wird immer wahrscheinlicher. Nun hat auch der Gläubigerausschuss einer Übernahme der bayerischen Einrichtungen durch den Konzern zugestimmt. Ein paar „letzte Verhandlungspunkte“ gibt es allerdings noch.
Nach langwierigen Diskussionen läuft beim insolventen Klinikverbund Regiomed alles auf die Sana-Lösung zu. Die politischen Gremien haben beschlossen, dass der Konzern die drei bayerischen Häuser übernehmen kann. In Thüringen sieht es anders aus.
Nachdem das Krankenhaus in Linnich vor gut einem Jahr schließen musste, ist nun das ehemalige Krankenhausgebäude verkauft worden. Wer der Käufer ist und wofür es zukünftig genutzt wird.
Die Roland Berger Krankenhausstudie 2024 zeichnet ein düsteres Bild: Die finanzielle Not der Kliniken verschärft sich, mehr als die Hälfte der Häuser sehen ihre Liquidität gefährdet. Etwa ein Viertel schätzt sich selbst als insolvenzbedroht ein.
Die Zukunft der insolventen DRK-Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz nimmt konkrete Formen an. Gericht und Gläubiger haben dem Insolvenzplan zugestimmt – und die Transformation der fünf Standorte läuft bereits.
Die jüngste Insolvenz-Nachricht kommt aus Thüringen: Die Sternbach-Klinik Schleiz im Saale-Orla-Kreis hat ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Das Haus will die Möglichkeit nutzen, um seine Finanzierung neu zu ordnen und Partner zu suchen.
Bei Regiomed scheint offenbar die erste Bieter-Einigung erzielt. Der ASB solle den Rettungsdienst übernehmen, teilt der insolvente Verbund mit. Auch über die Zukunft der Thüringer Krankenhäuser könnte bald entschieden werden.
Auch bei der insolventen Rotkreuzklinik Lindenberg im Allgäu gehen die Sanierungspläne nicht auf. Wie schon das Haus in Wertheim wird die Klinik nun liquidiert und muss schließen.
Millionen-Verluste zwingen auch das Elisabeth-Krankenhaus Thuine in die Insolvenz. Man werde in Kürze ein Schutzschirmverfahren einleiten, erklären die Niels-Stensen-Kliniken, zu denen das Haus gehört.
Überraschend ist die Übernahme der insolventen Rotkreuzklinik Wertheim durch Dr. Josef Sebastian Oswald gescheitert. Das Haus wird damit doch nicht zu einer Fachklinik – sondern liquidiert.
Die Stadt Bingen und der Landkreis Mainz-Bingen wollen das insolvente Heilig-Geist-Hospital erhalten. Das bekräftigen sie in einer Erklärung. Geplant ist die kommunale Trägerschaft. Jetzt hängt alles am Zukunftskonzept.