Die Liste der Insolvenzen wird immer länger. Auch das Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach ist jetzt betroffen. Der Verein der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz hat ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, um sich zu sanieren.
Vitos hat Interesse an der insolventen Scivias Klinik Bad Soden bekundet. Die Gespräche zur Übernahme zwischen den Trägern seien schon weit fortgeschritten. Sollten sich beide Seiten einigen, behalten alle Beschäftigen ihre Arbeitsplätze.
Dr. Rainer Eckert hat schon viele Kliniksanierungen erlebt. Aktuell begleitet der Fachanwalt für Insolvenzrecht ein Dutzend gerichtliche Verfahren gleichzeitig. „Zügig und gründlich“ geht er am liebsten vor, schneidet auch gerne tiefer. Im kma Gespräch erklärt er, was er darunter versteht.
Im St. Willibrord-Spital Emmerich hat jetzt der Insolvenzverwalter das Sagen. Das 271-Betten-Haus, das zu Pro Homine gehört, hat ein Insolvenzverfahren beantragt. Fast 600 Beschäftigte sind betroffen.
Mit dem Weggang von Jürgen Thau stellen die St. Vincenz-Kliniken in Paderborn ihre Geschäftsführung neu auf: Sr. Bernadette M. Putz und Markus Funk leiten die Kliniken künftig als Doppelspitze. Auch in der Pflege gilt ein neues Führungskonzept.
Sana oder Stadt und Landkreis? Nach stundenlangen Sitzungen bleibt der Krankenhausverband Coburg bei seinem Angebot für große Teile des insolventen Klinikverbunds Regiomed. Jetzt sind die Gläubiger gefragt.
Die Krankenhausreform passierte am 15. Mai nach mehrmonatigem Abstimmungsprozess das Bundeskabinett. Doch die Gesundheitsbranche ist aufgebracht, ebenso die Länder, denn bisher hat Lauterbach keine Verbesserungsvorschläge angenommen.
Der Klinikkonzern Sana will die bayerischen Krankenhäuser und die Holding von Regiomed übernehmen. Ob das klappt, entscheiden jetzt Coburger Stadt- und Landkreispolitiker – denn der Deal hängt an einer offenen Immobilienfrage.
An der Vorhaltefinanzierung – wesentlicher Punkt der Lauterbachschen Krankenhausreform – scheiden sich die Geister. Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, legt seinen Blick auf die Dinge dar.
Die Evangelische Stadtmission Heidelberg setzt auf Einhäusigkeit. Ihre insolventen Krankenhäuser Salem und St. Vincentius werden vereint. Am medizinischen Zukunftskonzept wird noch gefeilt.
Das insolvente St. Marien-Krankenhaus in Ratingen wird Mitte Mai 2024 geschlossen. Diese überraschende Entscheidung des Trägers hat am Wochenende heftige Reaktionen und Gegenreaktionen ausgelöst. Was bisher geschah.
Aus dem 15. Bayerischen Krankenhaustrend geht hervor: 2022 waren sechs von zehn Häusern defizitär. 2023 rutschten sieben von zehn in die roten Zahlen. Es sei ein Skandal, dass Insolvenzen bei der Krankenhausreform bewusst eingeplant sind.
Im Fall der insolventen Rotkreuzklinik Wertheim hat Fachklinikbetreiber Dr. Josef S. Oswald den Zuschlag bekommen. Eine Übernahme durch die Stadt ist vom Tisch. Warum so entschieden wurde und wie es weitergeht.
Flächenländer wie Niedersachsen fürchten um ihre Krankenhäuser. Der bisherige Entwurf zur Krankenhausreform hätte u.a. dort Lücken, so eine Stimme auf der NKG-Podiumsdiskussion. Geklärt werden müsse auch, wo die fehlenden Finazmittel für die Kliniken herkommen sollen.
Die Suche nach einem neuen Investor blieb erfolglos: Das Düsseldorfer Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren der St. Marien-Krankenhaus GmbH in Eigenverwaltung eröffnet.