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SicherheitMedizintechnik als Wegbereiter für mehr Krisenschutz

In Berlin berieten ein Netzwerk aus Industrie, Bundeswehr und Hilfsorganisationen darüber, wie Medizintechnik die nationale Gesundheitsresilienz stärken kann. Zudem verabschiedete die Arbeitsgruppe ein Whitepaper mit Empfehlungen zum Gesundheitssicherstellungsgesetz.

Notausgang
Prot/stock.adobe.com
Symbolfoto

Im vergangenen Jahr hat die German Health Alliance (GHA) und der Branchenverband Spectaris die Arbeitsgruppe „Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz“ (AG VZK) gegründet, um Medizintechnik-Industrie mit der Bundeswehr, Hilfsorganisationen und weiteren sicherheitsrelevanten Institutionen miteinander zu verknüpfen. 

„Medizintechnik ist nicht nur Zulieferer, sondern ein strategischer Enabler für robuste, skalierbare und dual nutzbare Versorgungsstrukturen – im zivilen Alltag ebenso wie im Krisen-, Katastrophen- oder Verteidigungsfall“, heißt es in einer Mitteilung von Spectaris und GHA.

Nun haben sich kürzlich mehr als 60 Vertreterinnen und Vertreter aus den genannten Bereichen zur Sitzung der Arbeitsgruppe bei Karl Storz in Berlin getroffen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen Beiträge zu  sicherheitspolitischen und operativen Fragestellungen:

Whitepaper zum Gesundheitssicherstellungsgesetz

Ein zentrales Ergebnis der Sitzung war die Verabschiedung des gemeinsamen Whitepapers „Der Beitrag der Medizintechnik zur Stärkung der Resilienz der Gesundheitsversorgung“. Das Papier formuliere konkrete Handlungsempfehlungen, unter anderem zur Ausgestaltung eines kohärenten Gesundheitssicherstellungsgesetzes, zu beschleunigten und krisenfesten Vergabeverfahren, zur systematischen Einbindung der Industrie in Planungs- und Übungsformate sowie zur gezielten Förderung von Dual-Use-Lösungen, teilt Spectaris mit. 

Besonderer Fokus liege insbesondere auf Digitalisierung und Cyber-Resilienz: „Digitale Infrastrukturen müssen so ausgelegt sein, dass medizinische Systeme, Datenflüsse und Kommunikationsstrukturen auch bei Cyberangriffen oder großflächigen Störungen stabil funktionieren“, fordern die Verfasser des Whitepapers. Ziel sei es, Versorgungskapazitäten in Krisen- oder Verteidigungsfällen kurzfristig hochfahren und koordinieren zu können.

AG VZK setzt auf operative Umsetzung

Die AG VZK versteht sich dabei als umsetzungsorientierte Plattform. Die Sitzung bei Karl Storz stellte laut Mitteilung einen weiteren Schritt dar, um politische Zielsetzungen in technische, organisatorische und logistische Lösungen zu übersetzen. Die Formate der Arbeitsgruppe sollen dabei helfen, den Austausch zwischen Industrie, Behörden und Anwendern zu verstetigen.

Ein breites Netzwerk für die Gesundheitsbranche

Die GHA – German Health Alliance ist eine Initiative des Bundesverbands der deutschen Industrie. Sie bildet ein Netzwerk, das Unternehmen, NGOs, wissenschaftliche Einrichtungen und staatliche Organisationen zusammenbringt und wird dabei durch die Bundesregierung unterstützt. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit in der Gesundheitsbranche zu fördern und innovative Lösungen für globale Gesundheitsherausforderungen zu entwickeln.

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