
„Mit dem Leben verbunden“ – diesem Anspruch hat die Median Gruppe an ihr digitales Versorgungsangebot gestellt. Unter der neuen Dachmarke Rethera hat das Unternehmen nun sein erstes Produkt, Rethera Mind, vorgestellt.
Bei Rethera Mind handelt es sich um ein digitales psychosomatisches Nachsorgeprogramm. Die über 25 Wochen stattfindenden Therapiegruppensitzungen werden durch die digitale Anwendung ergänzt. Zum Beispiel durch individuelle Aufnahme- und Abschlussgespräche oder Einzelinterventionen. Die digitalen Module sollen Patienten helfen, ihr Befinden zu reflektieren, Wissen zu vertiefen und ihren Alltag nachhaltig zu strukturieren.
Modellprojekt läuft bereits
Aktuell wird das Programm bei einem Pilotprojekt zur Vorsorge von Depressionen, Angst- und somatoformen Störungen mit geringer bis mittlerer Ausprägung eingesetzt. Dabei wird die digitale Nachsorge im Auftrag der beteiligten Kliniken zentral durch das therapeutische Team des Digitalen Gesundheitszentrums von Median in Düsseldorf durchgeführt.
Es ist bundesweit das erste von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zugelassene Nachsorgeprogramm. Das Modellprojekt ist bis zum 30. Juni 2027 durch die DRV genehmigt. Ziel ist die anschließende Übernahme in die Regelversorgung auf Basis einer bereits laufenden wissenschaftlichen Evaluation. Rethera Mind soll bald in allen 35 psychosomatischen Median Kliniken verfügbar sein.
Lange Wartezeiten für psychotherapeutische Nachsorge
„Der Übergang aus dem geschützten Reha-Umfeld zurück in den Alltag ist für viele Patientinnen und Patienten eine besonders herausfordernde Phase“, sagt Maren Karls, Therapy Lead im Digitalen Gesundheitszentrum von Median in Düsseldorf. Wer ambulante psychotherapeutische Angebote in Anspruch nehmen will, muss oft mit langen Wartezeiten rechnen.
Deshalb soll Rethera Mind die nahtlose Fortsetzung der psychosomatischen Rehabilitation sicherstellen. Das Programm wird vollständig remote durchgeführt und ermöglicht so eine flexible Einbindung in den Alltag zu Hause. Teilnehmende erhalten „genau dann Unterstützung, wenn sie sie brauchen“, so Karls weiter. Die Anwendung zur Nachsorge soll gleichzeitig vorsorgen, indem sie Rückfallrisiken reduziert und Therapieerfolge stabilisiert.
„Ein echtes Pionierprodukt made by Median.“
„Ein echtes Pionierprodukt made by Median“ – so bezeichnet die Geschäftsbereichsleitung für Digitale Gesundheit, Judith Dittmer und Sven Schunter, das Endergebnis. Daran gearbeitet hat ein interdisziplinäres Team mit Expertise aus den Bereichen Medizin, Psychotherapie, Softwareentwicklung, Produktmanagement und Regulatorik. „Als ich vor gut zwei Jahren bei Median gestartet bin, war Softwareentwicklung hier noch kein eigenes Themenfeld“, erklärt Markus Mayer, Head of Engineering Digital Health. Das hat sich inzwischen geändert: Die Entwicklung von Rethera Mind erfolgte laut Median vollständig inhouse.







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