
Nicht weniger als eine „Digitalisierungsoffensive“ nennt die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG), was in diesen Tagen unter ihrer Federführung an den Start gegangen ist: ein gemeinsames, digitales Gesundheitsportal von elf Klinikträgern aus dem Saarland und der angrenzenden Pfalz. Seit dem 16. März können Patienten am Smartphone, PC oder Tablet Termine buchen, Informationen einsehen und medizinische Dokumente austauschen.
Das mit Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) beziehungsweise dem Krankenhauszukunftsfonds geförderte Angebot solle in den nächsten Monaten ausgebaut und um weitere Kliniken ergänzt werden, heißt es in einer Mitteilung der SKG. „Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, von Beginn an elf Kliniken und ihre zum Teil ganz unterschiedlichen technischen Systeme zu integrieren“, betont SKG-Geschäftsführer Dr. Thomas Jakobs.
Wir wollen eine Vorreiterrolle übernehmen.
Der gemeinsame Auftritt samt identischer Funktionalität werde es den Menschen, die oft in Kontakt mit mehreren Kliniken stehen, erleichtern, das Portal schnell und intuitiv zu nutzen, so Jakobs. Die Lösung zeige, „welches Potenzial in digitaler Zusammenarbeit steckt – auch über Landesgrenzen hinweg“, lobt der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung. Er werbe dafür, „das Angebot perspektivisch im ganzen Bundesland verfügbar zu machen“.
Über das „Gesundheitsportal Südwest“ können sich Patienten mit ihren persönlichen Daten registrieren und ein kostenloses Gesundheitskonto eröffnen. Über dieses werden dann das Krankenhaus und der jeweilige Fachbereich ausgewählt, in dem die Behandlung stattfindet. Online können Termine gebucht, Informationen eingesehen und persönliche Dokumente sicher und datenschutzkonform übermittelt werden.
Zunächst sind ausgewählte Abteilungen der beteiligten Häuser digital angebunden. In den kommenden Monaten werde die Funktionalität des von Planfox, der Vitagroup und der Specific Group in den Häusern installierten Portals weiter ausgebaut, so die SKG. Nach und nach sollen weitere Fachbereiche freigeschaltet werden. Geplant sei, in den nächsten Jahren sämtliche Krankenhäuser des Saarlandes in das Portal zu integrieren, ebenso wie die niedergelassenen Ärzte in der Region.
Die eingebundenen Kliniken profitieren unter anderem, „da sie nun einen direkten und digitalen Zugriff auf wichtige Dokumente haben und ein Einscannen und Archivieren in Ordnern und Schränken samt oftmals zeitaufwändiger Suche entfällt“, so Jakobs: „Damit wollen wir eine Vorreiterrolle in der digitalen Transformation des Gesundheitswesens übernehmen.“
Die beteiligten Kliniken und Fachbereiche:
- CaritasKlinikum Saarbrücken: Allgemeinchirurgie, Onkologie
- Caritas-Krankenhaus Lebach: Orthopädie und Unfallchirurgie
- Krankenhaus Saarlouis vom DRK: Neurologie
- Klinikum Saarbrücken – Der Winterberg: Allgemeine Chirurgie
- Kreiskrankenhaus St. Ingbert: Innere Medizin, Chirurgie (Allgemein-, Viszeral-, plastische und Tumorchirurgie), Orthopädie und Unfallchirurgie
- SHG-Klinikum Idar-Oberstein: Ambulanz der Neurochirurgie, Unfallchirurgie
- SHG-Klinikum Merzig: Zentrales Ambulanzzentrum, Ambulantes Therapiezentrum
- SHG-Kliniken Sonnenberg: Kinder und Jugendpsychiatrie (Ambulanz)
- SHG-Kliniken Völklingen: Kardiologie (Schrittmacher-Ambulanz), Urologie
- Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS): Allgemeinchirurgie, Dermatologie
- Vinzentius Krankenhaus Landau: Orthopädische Unfallchirurgie









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