Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

DKG-Chef Gaß„Erhöhung der Zuzahlung wäre vernünftig“

Die Anhebung der Zuzahlung für Patienten um fünf Euro ist für DKG-Chef Dr. Gerald Gaß durchaus vertretbar. Außerdem fordert er von der Bundesgesundheitsministerin die Ausgleichszahlung für Kliniken zu verlängern.

Dr. Gerald Gaß
Lopata/DKG
Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) spricht sich für eine höhere Zuzahlung der Patienten bei Klinikaufenthalten aus. „Eine Erhöhung der Zuzahlung auf 15 Euro wäre vernünftig und vertretbar. Die Zuzahlung war 2004 mit zehn Euro pro Tag eingeführt worden, seither wurde sie nicht erhöht“, sagte Vorstandschef Dr. Gerald Gaß der „Rheinischen Post“. Gaß verwies zugleich auf eine Härtefall-Regelung und eine Begrenzung auf maximal 28 Tage, für die man bei Klinikaufenthalten bezahlen muss.

Der DKG-Chef zeichnete zugleich ein düsteres Bild von der Lage der Krankenhäuser in Deutschland. „Die Lage ist ernst. Aktuell schreiben 80 Prozent der Kliniken rote Zahlen. Ein Drittel der Häuser in Deutschland ist von Insolvenz bedroht: 16 Prozent sind stark insolvenzgefährdet, weitere 21 Prozent gefährdet.“

Mehr zum Thema:

Der Präsident des Landkreistages, Achim Brötel, ergänzte in der „Rheinischen Post“, besonders betroffen seien Häuser mit kirchlichen und freigemeinnützigen Trägern. Auch den kommunalen Krankenhäusern gehe es „richtig schlecht“, weil die Kommunen als Träger einen Defizitausgleich in der momentan erforderlichen Höhe schlicht nicht mehr leisten könnten.

Gaß forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, die auf ein Jahr angelegte staatliche Ausgleichszahlung, die der Bund den Krankenhäusern zur Stabilisierung der finanziellen Lage seit November 2025 gewährt hat, zu verlängern. Es gehe um vier Milliarden Euro.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen