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Telematikinfrastruktur & KHZGDie Digitalisierung in den Krankenhäusern kommt in Fahrt

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) bietet als milliardenschweres Förderprogramm den Kliniken enorme Möglichkeiten für die hauseigene Digitalisierung. Diese Chance sollten sie nutzen. Verstreicht die Frist für die Umsetzung, drohen Sanktionen.

Digitalisierung in Krankenhäusern
Meierhofer AG

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG): Finanzspritze für die Digitalisierung

Mit einem Feuerwerk an neuen Gesetzen und Initiativen leistete das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in diesem Jahr der Digitalisierung einen enormen Vorschub. Das Thema Anbindung an die Telematikinfrastruktur, über das wir schon seit knapp 15 Jahren reden, nimmt zum 1. Januar 2021 endlich Fahrt auf und macht die digitale Patientenakte verbindlich. Dadurch entsteht für Krankenhäuser die Verpflichtung, patientenbezogene Daten digital vorzuhalten und über die Akte verfügbar zu machen. Weiterhin besteht die Pflicht zur Anbindung der TI-Fachanwendungen wie Versichertenstammdatenmanagement (VSDM), Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) und elektronische Patientenakte (ePA). Voraussichtlich im Oktober 2021 soll Kommunikation im Medizinwesen (KIM) und die Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) flächendeckend eingeführt werden. Über eine Übergangsfrist wird derzeit noch verhandelt.   

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG): Finanzspritze für die Digitalisierung

Ein weiteres Gesetz, das die Krankenhäuser in den kommenden fünf Jahren enorm beschäftigen wird, ist das im September 2020 verabschiedetet Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). Beim KHZG handelt es sich um ein milliardenschweres Förderprogramm für die Krankenhaus-Digitalisierung. Insgesamt 4,3 Milliarden Euro stellen Bund und Länder für den Ausbau digitaler Infrastrukturen bereit. Vier Milliarden kommen dabei vom Bund, weitere 1,3 Milliarden stellen die Bundesländer bereit. Gefördert werden konkrete Projekte, die von den Krankenhäusern bei den Ländern eingereicht und vom Bundesamt für Soziale Sicherung geprüft und freigegeben werden.

Das KHZG umfasst mehrere Aspekte. Ein wesentliches Anliegen ist es, die Modernisierung der Krankenhäuser mit Blick auf die stationäre Notfallversorgung vorantreiben. Ein weiteres Ziel ist die Schaffung von bundesweiten Standards sowie ein höherer Grad der Vernetzung innerhalb des Gesundheitswesens und eine Verbesserung der Patientenversorgung.

Verzichten sollten Krankenhäuser jedenfalls nicht auf die Antragstellung und den Ausbau ihrer digitalen Leistungen. Denn der Digitalisierungsgrad soll laut KHZG ab nächstem Jahr in den Krankenhäusern evaluiert werden, „digitale Mängel“ müssen bis 2025 behoben sein. Andernfalls drohen finanzielle Einbußen. Auf welcher Basis die Evaluierung und die Überprüfung erfolgt, ist heute noch nicht klar. Fest steht aber, dass Krankenhäuser gut daran tun, die Fördermöglichkeit für die hauseigene Digitalisierung am Schopfe zu greifen.

IT-Projekte fördern lassen

Krankenhäuser sollen Projekte zur Förderung einreichen können. Bereits heute ist es möglich, formlose Anträge zu stellen. Die finalen Förderrichtlinien werden Ende November 2020 verabschiedet und es ist davon auszugehen, dass die entsprechenden Antragsformulare zeitnah zur Verfügung stehen. Meierhofer ist seit über 30 Jahren etablierter Anbieter von Krankenhaussoftware und kennt die Prozesse und Bedürfnisse von Kliniken. Zu den Produkten gehören das Krankenhausinformationssystem M-KIS sowie zahlreiche Fach- und Funktionslösungen. Dazu zählen digitale Anwendungen wie Software für die Notaufnahme, digitales Aufnahme- und Entlassmanagement, Patientenportale, durchgehende elektronische Dokumentation des Pflege- und Behandlungsverlaufs, klinische Entscheidungsunterstützungssysteme, ein durchgehendes, digitales Medikationsmanagement sowie ein informationstechnisches System für telemedizinische Verfahren. Sie wollen mehr erfahren? Nehmen Sie Kontakt auf.  

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