Georg Thieme Verlag KG

Medizininformatik-InitiativeDigitale FortschrittsHubs zur sektorübergreifenden Verknüpfung

Das BMBF fördert im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) sechs Verbundprojekte, die „Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit“. Diese Hubs verknüpfen sektorübergreifend die Datenintegrationszentren mit ihren Partnern.

Daten
Maksim Kabakou/stock.adobe.com

Symbolfoto

Sechs neue Verbundprojekte, die „Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit“, werden im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2025 gefördert. Am Anfang Dezember 2021 nahm die Vertretung der Hubs erstmals am Nationalen Steuerungsgremium der MII teil, um die koordinierte Weiterentwicklung der Initiative zu besprechen.

Vielfältiges Einsatzspektrum

Das Ziel der Medizininformatik-Initiative ist die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen. So soll die Verfügbarkeit von Daten und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung verbesset werden – von der stationären über die  ambulante Behandlung bis hin zur Rehabilitation und Nachsorge. Hierdurch kann die Beurteilung des Gesamtbildes eines individuellen Krankheitsverlaufes ermöglicht werden. 

Zudem sollen Softwaresysteme mit Methoden Künstlicher Intelligenz die Ärztinnen und Ärzte bei Therapieentscheidungen unterstützen.

Datenintegrationszentren

Die Forschungsdateninfrastruktur der MII basiert auf den Datenintegrationszentren der Unikliniken. So wurde in der MII bundesweit eine föderiert-dezentrale IT-Infrastruktur an 29 Standorten der Hochschulmedizin aufgebaut. In den Datenintegrationszentren werden Forschungs- und Versorgungsdaten der Unikliniken vernetzt und datenschutzgerecht für die medizinische Forschung bereitgestellt. Die digitalen Lösungen der MII werden nun von den Unikliniken auf den niedergelassenen Sektor ausgeweitet. So verknüpfen die Hubs die Datenintegrationszentren zukünftig mit regionalen und ambulanten Partnern wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Rettungsdiensten, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen. Auch Forschungseinrichtungen und Krankenkassen sind Partner der Hubs.

Interessierte finden die Ziele und Schwerpunkte der einzelnen geförderten FortschrittsHubs auf der Website der Medizininformatik-Initiative MII.

 

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!