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Hamburg-EppendorfTelemedizinische Visiten in der Intensivmedizin am UKE

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet jetzt auch telemedizinische Visiten im Bereich der Intensivmedizin an. Damit soll die Versorgung intensivpflichtiger Patient*innen in der Metropolregion Hamburg weiter optimiert werden.

Arzt mit Tablet
Blue Planet Studio/stock.adobe.com

Symbolfoto

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) baut sein telemedizinisches Angebot weiter aus. Es werden von nun an auch telemedizinische Visiten im Bereich der Intensivmedizin angeboten. Über sichere Audio- und Video-Übertragungen beraten die Oberärzt*innen der Klinik für Intensivmedizin des UKE andere Krankenhäuser in Norddeutschland und tauschen sich mit den dort arbeitenden Ärzt*innen aus. Erste tele-intensivmedizinische Visiten des UKE, das seit August ein vom Gemeinsamen Bundesausschuss gefördertes Zentrum des intensivmedizinischen digital-gestützten Versorgungsnetzwerks ist, haben bereits mit kooperierenden Kliniken erfolgreich stattgefunden.

Covid-19-Pandemie wirkt beschleunigend auf Telemedizin-Angebot

„Gerade während der Corona-Pandemie kommt es in Deutschland immer wieder zu einer erheblichen Beanspruchung der intensivmedizinischen Kapazitäten. Für eine erfolgreiche Intensivtherapie sind nicht nur ausreichend Betten und Beatmungsgeräte notwendig. Es müssen auch ausreichend Spezialist*innen, die das Krankheitsbild behandeln können, zur Verfügung stehen. Eine Lösung dieses Engpasses ist der Wissenstransfer durch Spezialist*innen mit Hilfe von Tele-Intensivmedizin. Intensivpatient*innen können so in weniger hochspezialisierten Kliniken vor Ort bleiben und zugleich vom Wissen unserer UKE-Expert*innen profitieren. Wir sind überzeugt, dass tele-intensivmedizinische Visiten auch nach der Pandemie Teil des klinischen Alltags sein werden“, sagt Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin des UKE.

Abgesicherte Kommunikation

Um das vorhandene Expert*innenwissen bei der intensivmedizinischen Versorgung von Covid-19- und anderen intensivpflichtigen Patient*innen in der Breite verfügbar zu machen, können kooperierende Krankenhäuser telefonisch Kontakt mit den Oberärzt*innen der Klinik für Intensivmedizin des UKE aufnehmen und einen kurzfristigen Termin für eine Tele-Visite am Patient*innenbett vereinbaren. Danach erhalten sie einen Autorisierungslink für ein gesichertes Videoprogramm, mit dem die Oberärzt*innen des UKE direkt ans Patient*innenbett in den externen Krankenhäusern in Echtzeit zugeschaltet werden können.

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