Die Implementierung läuft bereits, die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre. Meierhofer hat sich laut eigenen Angaben erstmals an der KIS-Ausschreibung einer Uniklinik beteiligt. Von den 34 Unikliniken in Deutschland verwendet gut ein Drittel ISH-Med und mehr als ein Viertel Orbis von Agfa. Meierhofer löst in Greifswald das bestehende KIS der Firma I-Solutions-Health (ehemals: I-Soft) ab.
Erste Bewerbung gleich erfolgreich
Firmengründer Matthias Meierhofer erklärte gegenüber kma: "Erstmalig hat ein mittelständisches, eigentümergeführtes IT-Unternehmen eine Ausschreibung für das klinische Arbeitsplatzsystem einer Uniklinik gewonnen. Ich freue mich, dass wir mit unseren Produkten überzeugt haben. Das bestätigt die Strategie unseres Unternehmens, national zu fokussieren und IT-Lösungen für individuelle Bedürfnisse zu installieren." Erst im November vergangenen Jahres hatte das IT-Unternehmen für Schlagzeilen gesorgt, als bekannt wurde, dass der Klinikbetreiber Asklepios bei Meierhofer einsteigen wird.
Meierhofer gewinnt eins von vier Losen
Die Ausschreibung in Greifswald bestand aus mehreren Losen: Meierhofer hat den Zuschlag für das größte Los 1.1., die "Lieferung, Customizing, Pflege und Weiterentwicklung eines prozessorientierten Klinischen Arbeitsplatzsystems (KAS) mit tiefer Integration in die Systemumgebung", gewonnen. Die weiteren Lose:
Los 1.2 KAS Teilplattform Forschung ging an die Firma Kairos
Los 1.3. KAS –Teilplattform KIS-Integration ging an Orchestra (Produkt)
Los 2 KAS – Teilplattform eHealth ging an die Firma Tiani
Die Uniklinik will mit ihrer Forschungsplattform Neuland betreten
Das Besondere an diesem Projekt: Es wird eine enge Verzahnung der Versorgungsplattform mit der Forschungsplattform stattfinden. Ziel ist es, die Versorgungsdaten für die Forschung nutzbar zu machen und Forschungsdaten für eine Verbesserung der Versorgung zu nutzen. Eine besondere Herausforderung dabei ist das Thema Datenschutz. "Das Ganze wird über ein zweistufiges Einwilligungsverfahren (Konsenten) organisiert und mit Hilfe einer Treuhandstelle und eines Privacy Protection & Interface Layer vor Übermittlung auf vollständige und korrekte Pseudonymisierung überprüft", so Meierhofer.


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