Das meldet die "Pharmazeutische Zeitung", eine Apotheker-Zeitung. Darin heißt es, die britische Tageszeitung "Daily Mai" habe berichtet, das zum staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) gehörende Royal Surrey County Hospital (Guildford) habe kürzlich Medikamente für umgerechnet rund 5,5 Millionen Euro "an Pharmagrossisten" verkauft. Durch den Verkauf habe die Klinik einen Reingewinn von umgerechnet rund 400 000 Euro erzielt. Die verkauften Arzneimittel, so die "Daily Mail", seien dann ins Ausland weiterverkauft worden.
Ein Sprecher der Klinik bestätigte die Praktik. Allerdings sei keines der verkauften Arzneimittel knapp gewesen. NHS-Patienten seien durch den Deal "nicht geschädigt" worden. Inzwischen ist auch das Londoner Gesundheitsministerium eingeschaltet. Ein Ministeriumssprecher bestätigte gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung: "Wir kennen die Vorwürfe, und wir sind gegen derartige Deals. Der Verkauf von Medikamenten durch staatliche Kliniken an Dritte gefährdet die Patientenversorgung."


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