Dabei wurde bei insgesamt 18 Kindern ein resistenter Keim (ESBL-Klebsiella) nachgewiesen (Nachweis bedeutet aber NICHT Infektion). Zwei der Kinder zeigten Infektionszeichen, die sich durch spezielle Antibiotikabehandlung besserten. Kein Kind ist daran gestorben. Der Ausbruch gilt nach dem Beschluss des Gesundheitsamtes seit dem 17.10.2011 als beendet.
Die Klinik hatte folgende Maßnahmen ergriffen:
1. Information des Gesundheitsamtes
2. Bildung eines Stabes zur täglichen Festlegung von Maßnahmen
3. Neonatologie-Intensiv-Station gesperrt für weitere Aufnahmen
4. Isolierung und Kohortenbildung (Keimträger und Nicht-Keimträger trennen)
5. besondere zusätzliche Schutz- und Hygienemaßnahmen
6. Handschuh- und Kittelpflege für alle Kinder
7. wiederholte ergänzende Hygieneschulung aller Berufsgruppen
8. Umsetzung verschärfter Hygiene- und Reinigungspläne
9. Begehung der Bereiche mit dem Gesundheitsamt, Bestätigung der getroffenen Maßnahmen und Ergänzung durch die Fachamtsleiterin
Weiterführende Maßnahmen waren zudem:
10. Personalzuordnung und kein übergreifender Einsatz
11. Trennung der Bereiche Neo-Intensiv / Neo-Nachsorge und Pränatal-/ Wochenstation (
12. Umgebungsuntersuchungen auch auf Pränatal- und Wochenstation
13. Ausweitung der Diagnostik, umfängliche Umgebungsuntersuchungen (Kinder / Flächen / Personal)
14. Einführung von zusätzlichen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen (alle Kinder wurden 2 mal pro Woche bakteriologisch untersucht)
15. gehäufte Umgebungsuntersuchungen (Screening) dabei wurden 160 patientennahe Flächen, Nahrungsmittelaufbereitung und Medizingeräte sowie 72x Hände und Kleidung von Personal untersucht - alle negativ
16. Hinzuziehung von weiteren Krankenhaus-Hygienikern und Mikrobiologen in die Lagebewertung
17. nochmalige Abstimmung aller Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt
18. Abstimmung der Maßnahmen mit dem Leiter der Arbeitsgruppe Neonatologie beim Robert-Koch-Institut (RKI)
Durch die getroffenen Maßnahmen konnte erreicht werden, dass
- Kein Kind verstorben ist.
- Nach Ergreifen der Hygienemaßnahmen keine Übertragung des Keims mehr nachgewiesen wurde.
- Eine weitere Ausbreitung des Keims verhindert wurde.
- Das Personal als Keimträger ausgeschlossen wurde.
Stand heute zeigt keines der Kinder Erkrankungszeichen durch den Keim.
Der Ausbruch gilt nach dem Beschluss des Gesundheitsamtes seit dem 17.10.2011 als beendet



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