kma Online
St. Georg in Hamburg

Asklepios Klinik nimmt Neubau für Herz- und Gefäßmedizin in Betrieb

Die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg hat jetzt ein neues, zweistöckiges Gebäude auf dem Klinikgelände unmittelbar neben der Zentralen Notaufnahme in Betrieb genommen. Im Neubau befindet sich ein hochmodernes elektrophysiologisches Labor (EPU) für die Behandlung von Herzpatienten.

EPU-Labor

obs Asklepios-Kliniken/Bertram-Solcher

Das neue EPU-Labor der Asklepios Klinik St. Georg.

Es ist das mittlerweile vierte EPU-Labor der Klinik. Neben diesem von den Kardiologen genutzten EPU-Labor gibt es im Neubau eine state-of-the-art Angiographie-Anlage zur Behandlung von Gefäßpatienten, die gemeinsam von Spezialisten aus der Angiologie und der Neuroradiologie genutzt wird.

"Wir haben mehr als sechs Millionen Euro aus Eigenmitteln investiert, um unseren Spitzenmedizinern noch bessere Arbeits- und Forschungsbedingungen zu ermöglichen. Gleichzeitig wird die Klinik St. Georg und das bereits 2009 mit einem Aufwand von 25 Millionen Euro etablierte Herz-, Gefäß- und Diabeteszentrum dank der erweiterten Möglichkeiten ab sofort noch attraktiver für Patienten aus dem In- und Ausland - und das stärkt insgesamt den Gesundheitsstandort Hamburg", so Dr. Wolfram, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Asklepios Kliniken.

Das jetzt neu eingerichtete elektrophysiologische Labor (EPU) ist das vierte in der Klinik, und verfügt über modernste Technik in Form hochauflösender dreidimensionaler- und Rotor- Mappingsysteme, innovativer Ballonablationssysteme, oder aber Röntgenanlagen der neuesten Generation. Diese Ausstattung erlaubt innovative Ablationsstrategien bei Vorhofflimmern und Kammertachykardien. Um das neue EPU-Labor auf medizinisch und wissenschaftlich höchstem Standard betreiben zu können, wurden zusätzliche, hochqualifizierte und renommierte Kardiologen und Elektrophysiologen für die Abteilung gewonnen.

Verbesserte Versorgung von Schlaganfällen, Aneurysmen und peripheren Durchblutungsstörungen

Im neu errichteten Angiographie-Katheterlabor, einer biplanaren Anlage mit Rotationseinrichtung, ermöglicht die installierte state-of-the-art-Technik den Spezialisten aus der Angiologie unter Leitung von Prof. Sigrid Nikol und den Neuroradiologen unter der Leitung von Dr. Harald Paukisch rund um die Uhr hochpräzise Kathetereingriffe.

Besondere Vorteile der digitalen Katheter-Röntgen-Anlage sind das dreidimensional geführte Navigieren der Kathetersysteme unter einer hochauflösenden Bildgebung, die den Spezialisten millimetergenaues Arbeiten ermöglicht. Mit der biplanaren Anlage können Gefäßabschnitte aus unterschiedlichem Blickwinkel zeitgleich visualisiert und behandelt werden. Dadurch ist ein präziseres Arbeiten auch in sehr kleinen Gefäßabschnitten möglich.

Nierenversagen kann mit der neuen Technik vermieden werden

Aus Sicht der Angiologen ist die neue Technik vor allem bei den peripheren Durchblutungsstörungen der relativ betagten, schwerkranken und sehr häufig auch niereninsuffizienten Patienten von großem Vorteil, denn sie trägt dazu bei, das gefürchtete Nierenversagen zu vermeiden. Die Überlagerung von CT- und MR-Bildern aus der Radiologie mit Angiographiebildern ermöglicht zudem sehr komplexe Eingriffe in Bauchgefäßen, mit besseren Erfolgschancen und ebenfalls geringeren Strahlendosen und Kontrastmittelmengen.

Neuroradiologen sehen mit der Inbetriebnahme der neuen Hightech-Anlage insbesondere große Vorteile in der Behandlung von Schlaganfallpatienten und Patienten mit Hirnblutungen. Die moderne Bildgebung ermöglicht es zum Beispiel, bei Patienten mit Thromben in den Hirnarterien noch besser zwischen geschädigtem und rettbarem Gewebe zu unterscheiden. Eine exakte Lokalisierung und Entfernung des bedrohlichen Thrombus ist somit auch weit außerhalb des üblichen Zeitfensters möglich. Die gefürchteten Folgeschäden eines Schlaganfalls lassen sich somit dank der modernen Technik ganz erheblich reduzieren oder im besten Fall auch ganz vermeiden.

Weiterhin ermöglicht die hochmoderne, biplanare Anlage eine hochauflösende, 3D-gestützte Darstellung von Hirngefäßerkrankungen wie Aneurysmen und Gefäßmalformationen. Dadurch sind diese Ursachen von lebensgefährlichen Hirnblutungen mit größtmöglicher Präzision mit Kathetersystemen in St. Georg behandelbar.

  • Schlagwörter:
  • Asklepios Klinik St. Georg
  • Asklepios-Kliniken
  • EPU-Labor
Ähnliche Artikel

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Um einen Kommentar hinzuzufügen melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich.

Jetzt anmelden/registrieren