Im Bremer Klinikum sind nicht nur drei Neugeborene gestorben, sondern nach Information von Radio Bremen auch noch zehn Kinder erkrankt. Offenbar seien Keime die Ursache, berichtete der Sender. Zwei der Babys sollen bereits im August gestorben sein. Das dritte Kind erst vor kurzem. Zwar waren bei diesem nach Radio Bremen Informationen auch gefährliche Keime nachgewiesen worden. Ob es aber letztendlich daran gestorben ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Die Neugeborenen-Station wurde geschlossen.
"Das hat noch Konsequenzen anderer Art", sagte sie nach einem Bericht der Zeitung "Weser-Kurier" in der Gesundheitsdeputation (einem Ausschuss) der Bürgerschaft. "Spätestens im Oktober nach Wiederausbruch hätte man mich und die Deputation informieren müssen."
Diethelm Hansen, der Chef des Klinikverbundes Gesundheit Nord, zu dem das Klinikum Bremen-Mitte gehört, betonte, sein Haus habe alles getan, um die Todesfälle aufzuklären. Die Behörden seien informiert worden. Die ersten Infektionen waren Ende Juli aufgetreten, das erste Frühchen war im August gestorben, zwei weitere im Oktober. Erst am Mittwoch wurden die Fälle öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Die CDU im niedersächsischen Landtag forderte von der rot-grünen Regierung in Bremen eine schnelle Aufarbeitung. Fraktionschef Björn Thümler sagte dem Hörfunksender Hit-Radio Antenne in Hannover: "Man muss erwarten, dass jetzt unverzüglich aufgeklärt wird, weil es nicht sein kann, dass so etwas - in welchen Ebenen auch immer - verschleppt wird."
Zum Gesundheit-Nord gehören in der Hansestadt zudem drei andere große Krankenhäuser. Zusammen mit weiteren 57 Fachkliniken arbeiten bei Gesundheit-Nord rund 8.000 Beschäftigte. Der Verbund bietet rund 2700 Betten. Jedes Jahr werden stationär mehr als 100.000 und ambulant rund 150 000 Patienten behandelt. Das Klinikum-Mitte wurde 1851 gegründet und ist derzeit auf einem Areal von knapp 20 Hektar.



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