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InsolvenzverfahrenDanko soll DRK-Kliniken Nordhessen sanieren

Die in die Schieflage geratenen DRK-Kliniken Nordhessen sollen durch ein Insolvenzverfahren saniert werden. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wird Dr. Franz-Ludwig Danko eingesetzt.

Sanierung
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Symbolfoto

Die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH soll im Wege eines Insolvenzverfahrens saniert werden. Auf Antrag der neuen Geschäftsführung hat der zuständige Insolvenzrichter am Amtsgericht Kassel, Dr. Joachim Mumberg, ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Dr. Franz-Ludwig Danko eingesetzt. Dessen Ziel ist eine Sanierung der Kliniken inklusive dem Erhalt möglichst aller Arbeitsplätze.

„Für Patientinnen und Patienten sowie für Zuweiser ändert sich durch den Insolvenzantrag nichts“, betonte Danko. „Die Leistungen sämtlicher Einrichtungen der DRK-Kliniken Nordhessen werden weiter in vollem Umfang und in gewohnter Qualität erbracht.“ Dies gilt für Leistungen der stationären und ambulanten Akutversorgung genauso wie für andere medizinische und Reha-Angebote, Ausbildungs-Leistungen, etc. Danko hat bereits Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit aufgenommen, um die Auszahlung der Löhne und Gehälter sicherzustellen.

In den nächsten Tagen und Wochen wird Danko gemeinsam mit seinem Team die wirtschaftliche Situation der Kliniken eingehend analysieren und die Sanierungsoptionen ausloten. Denkbar sind eine Investorenlösung oder auch eine Art Vergleich mit den Gläubigern über einen sogenannten Insolvenzplan. Welche Lösung zum Tragen kommt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

Mit Blick auf die Meinungsverschiedenheiten auf Führungs- und Gesellschafterebene in den letzten Wochen betonte Danko: „Mit dem Insolvenzverfahren gilt ab sofort ein klar geregeltes gesetzliches Sanierungsregime. Das bietet die Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen, und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.“

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