Ein Krisenteam des Robert Koch-Instituts sei im Klinikum, um die Situation zu untersuchen, teilte der Betreiber Gesundheit Nord mit. Das Krankenhaus und die Bremer Gesundheitsbehörde wollten sich am Nachmittag auf einer Pressekonferenz wegen eines "schweren hygienischen Vorfalls" äußern.
Immer wieder sorgen Todesfälle von Frühchen in Kliniken bundesweit für Aufsehen. Anfang Oktober hatte sich ein frühgeborener Junge in der Passauer Kinderklinik mit einem multiresistenten Keim angesteckt und war gestorben. Drei andere Säuglinge, die sich ebenfalls infiziert hatten, wurden wieder gesund. Im August 2010 hatte bereits der Tod von drei Babys in der Mainzer Uniklinik für Aufregung gesorgt. Zwei von ihnen kamen wegen einer verseuchten Nährlösung um. Das dritte Kind erlag seinen Vorerkrankungen. Die Klinik traf den Ermittlungen zufolge keine Schuld.
Die Zahl von Frühgeburten hat in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen. Inzwischen ist fast jedes zehnte neugeborene Kind ein sogenanntes Frühchen. Als Frühgeburt gelten Kinder, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche lebend auf die Welt kommen.
Update 16.30 Uhr: Im Bremer Klinikum sind nicht nur drei Neugeborene gestorben, sondern nach Information von Radio Bremen auch noch zehn Kinder erkrankt. Offenbar seien Keime die Ursache, berichtete der Sender. Zwei der Babys sollen bereits im August gestorben sein. Das dritte Kind erst vor kurzem. Zwar waren bei diesem nach Radio Bremen Informationen auch gefährliche Keime nachgewiesen worden. Ob es aber letztendlich daran gestorben ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Die Neugeborenen-Station wurde geschlossen.


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