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Vivantes Klinikum Berlin-NeuköllnEs regnet kein Geld, aber durchs Dach

Das Berliner Vivantes Klinikum Neukölln ist ein Sanierungsfall. Durch das Dach im Haupthaus regnet es rein, die Rettungsstelle ist vollkommen überlastet, Brandschutzbestimmungen könnten nicht eingehalten werden, so die "Berliner Woche". Doch woher soll das Geld für einen Neubau kommen?

Erste Gelder sind wohl bereits geflossen. Das Vivantes hat aus zurückgezahlten Beiträgen für die Altersvorsorge im öffentlichen Dienst 17 Millionen Euro zurückerhalten. Doch für einen Neubau reichen die Mittel nicht aus. Im Rahmen eines Masterplans sehe Vivantes für das gesamte Krankenhausgelände eine Investition von insgesamt 585 Millionen Euro für die nächsten 15 Jahre vor, so die "Berliner Woche".

Allein in der Umsetzung der ersten Phase würden 150 Millionen Euro für den Neubau benötigt. Dieser soll nach Informationen der Zeitung genutzt werden, um so das gesamte Haus bei laufendem Betrieb zu sanieren. Zwar sollen betriebsnotwendige Immobilien verkauft und dadurch ein weiterer Teil der Finanzierung gedeckt werden. Doch das Krankenhaus brauche zudem noch 70 bis 80 Millionen Euro vom Berliner Senat, so Vivantes-Sprecherin Kristina Tschenett. Insgesamt würden 585 Millionen Euro für die Sanierung benötigt.

Laut Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) soll Vivantes in diesem Jahr knapp 33,5 Millionen Euro, 34,2 Millionen in 2017 sowie 40 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt erhalten. Doch auch Czaja ist sich bewusst, dass "die riesige Aufgabe der Sanierung allein aus den eingestellten Haushaltsmitteln nicht zu stemmen ist. Dazu ist die Maßnahme zu groß."

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