Das berichtet der "Kölner Stadtanzeiger". Der frühere Klinikchef der städtischen Krankenhaus-Gesellschaft Köln fordert mindestens 110.000 Euro. 2009 war er im Alter von 62 Jahren unfreiwillig ausgeschieden. Der Mediziner fühlt sich diskriminiert und stützt seine Klage auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG), dessen Ziel es ist, "Benachteiligungen unter anderem aus Gründen des Alters zu verhindern oder zu beseitigen". Sollte Leititis die Klage gewinnen - und vieles spricht nach dem ersten Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) dafür - wäre diese Entscheidung eine Premiere in der deutschen Rechtsprechung, so der "Kölner Stadtanzeiger".
In der Zeitung heißt es weiter: "Im Herbst 2009 war der damals 62-jährige Mediziner nach fünf Jahren Tätigkeit als medizinischer Geschäftsführer der gemeinnützigen Klinik GmbH ausgeschieden. Dies geschah unfreiwillig, denn eine Verlängerung seines Fünfjahresvertrags war vom Aufsichtsrat mit der Stimmenmehrheit von SPD und Grünen mit dem Hinweis auf das fortgeschrittene Alter Leititis' abgelehnt worden. Wegen der Altersgrenze von 65 Jahren stehe der Geschäftsführer nicht für weitere fünf Jahre zur Verfügung, hatte der Aufsichtsratsvorsitzende der gemeinnützigen Kölner Kliniken-Gesellschaft, SPD-Ratsherr Michael Paetzold, dargelegt."
Dies sei ein "vorgeschobenes Argument" gewesen, sagte Paetzold am Donnerstag im Prozess, denn man habe den Arzt "schützen wollen". Tatsächlich seien "unzureichende Amtsführung und nicht zufriedenstellende Leistungen des Mediziners", der neben dem kaufmännischen Direktor Wilhelm Hecker zweiter Mann in der Doppelspitze der drei Kliniken war, der Grund für die Ablehnung gewesen.


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