Für den angezählten Vorstandsvorsitzenden der Uniklinik Mainz, Norbert Pfeiffer, wird offenbar ein Nachfolger gesucht - ein Macher, der das Klinikum wieder in Fahrt bringt und es strategisch für die Zukunft ausrichtet. Das meldet die "Südwest Presse". Einziger Kandidat ist nach Informationen der Zeitung ein prominenter Ulmer: Guido Adler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I und Vize-Chef der Uniklinik Ulm, soll die Stelle bereits Anfang Juli übernehmen. Eine Entscheidung fällt in der Aufsichtsratssitzung der Uniklinik Mainz am 25. Juni. Vorsitzende des 13-köpfigen Gremiums ist die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD), die sich offenbar für Adler stark gemacht hatte. Eine Mehrheit für ihn, so heißt es in der "Südwest Presse", gilt als sicher.
Die Mainzer Universitätsmedizin war in den vergangenen Jahren nicht vom Erfolg verwöhnt. Zwar legte das Großklinikum (6500 Mitarbeiter, 1500 Betten, 62 000 stationäre Patienten pro Jahr) nach Jahren roter Zahlen beim laufenden Betrieb 2009 erstmals wieder eine ausgeglichene Bilanz vor. Es schiebt aber einen Schuldenberg von 70 Millionen Euro vor sich her.
Der 64-Jährige Adler bestätigte gegenüber der "Südwest Presse" seine Bewerbung um den Chefposten. Sollte Adler tatsächlich gewählt werden, dann für eine Amtszeit von drei bis fünf Jahren.


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