In einem Interview mit kma im Februar hatte Damp-Chef Carl Hermann Schleifer einen Verkauf noch ausgeschlossen - nun ist es anders gekommen. Die zum Gesundheitskonzern Fresenius gehörende Klinikkette Helios hat einen Vertrag über den Erwerb von 94,7 Prozent der Anteile an der Damp-Gruppe geschlossen und erhöht damit seine Präsenz in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.
Zur Damp-Gruppe gehören sieben Akut- und vier Rehabilitationskliniken mit insgesamt 4.112 Betten, davon 2.649 im Akutbereich. Darüber hinaus betreibt Damp acht Medizinische Versorgungszentren, zwei Pflege-/Heimeinrichtungen mit insgesamt 606 Plätzen sowie das Ostseebad Damp. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 5.971 Mitarbeiter. Die schon bislang privatwirtschaftlich geführte Damp-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 487 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 21 Millionen Euro. Vom Umsatz entfallen 73 Prozent auf den Akutbereich, 20 Prozent auf den Rehabilitationsbereich. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Francesco De Meo, Vorsitzender der Helios-Geschäftsführung, betonte: "Die Damp Kliniken ergänzen Helios nicht nur geografisch hervorragend. Sie fügen sich auch in idealer Weise in unsere Klinikgruppe ein." Die Akquisition bedarf noch der üblichen aufsichtsrechtlichen Zustimmungen und der Freigabe durch Kartellbehörden. Aufgrund der Nähe zu den Helios Kliniken Schwerin wird Helios die Damp Klinik Wismar mit 505 Betten und einem Umsatz von rund 60 Millionen Euro veräußern, um kurzfristig alle Genehmigungen zu erhalten. Helios erwartet den Abschluss der Transaktion im 1. Halbjahr 2012. Die Akquisition wird aus dem Cash Flow und mit Fremdkapital finanziert. "Auch nach Abschluss der Transaktion und unter Einbeziehung der von Fresenius Medical Care kürzlich angekündigten Akquisitionen soll die Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA im Konzern den Zielkorridor von 2,5 bis 3,0 im Jahr 2012 nicht überschreiten", heißt es in einer Mitteilung.
Zu Helios gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Die Klinikgruppe verfügt laut eigener Angaben insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro.



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