"Wir haben schon jetzt Fremddienstleister im Haus und wollen das ausbauen", sagte RKU-Geschäftsführer Uwe Gretscher nach einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Ulm. Eine Kosten- und Nutzenanalyse beider Gesellschafter - das Universitätsklinikum und der private Klinikkonzern Sana - habe gezeigt, dass alle Servicebereiche ausgelagert werden müssten. Große Enttäuschung gab es bei der Belegschaft, die vor allem konkrete Angaben über das weitere Vorgehen der Klinikleitung vermisste, wie Anton Eugen Schmid von der Gewerkschaft Verdi sagte. "Es sind auch Tränen geflossen." Die Mitarbeiter seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Ende der nächsten Woche soll über einen Sozialplan gesprochen werden.
Nach Verdi-Angaben sind 77 Beschäftigte betroffen, die beispielsweise im Speisesaal und bei der Haustechnik arbeiten. Das wäre mehr als jeder Zehnte der 750 RKU-Mitarbeiter. Befürchtet wird zudem der Einsatz von Leiharbeitern. Seit Wochen protestieren viele RKU-Mitarbeiter in ihren Mittagspausen, weil sie Angst vor Kündigungen haben. Über Streiks sei gesprochen worden, noch sei keine Entscheidung gefallen, hieß es weiter.


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