Die strahlenschutzrechtliche Genehmigung dafür erteilte das Umweltministerium der Siemens AG. "Damit können die Arbeiten zum Rückbau der im Probebetrieb radioaktiv aktivierten Komponenten beginnen", gab Staatssekretär Ulf Kämpfer an. Mit der Anlage sollten Tumore mit bisher nicht erreichbarer Präzision bestrahlt und Nachbargewebe so geschont werden. Siemens zog sich aus dem Projekt aber zurück, weil es sich aus Sicht des Unternehmens nicht rechnete und schloss Ende 2011 eine Auflösungsvereinbarung mit dem Land.
Partikeltherapie gescheitert
"Ich bedaure, dass eine Realisierung des Partikeltherapiezentrums nicht möglich ist", sagte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer. "Kiel verliert damit ein Hochtechnologie-Alleinstellungsmerkmal." Doch nun gehe es um die Nachnutzung des Gebäudes mit konventioneller Strahlentherapie auf dem neuesten Stand. "Unsere Experten der konventionellen Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Chemotherapie sollen onkologische Patienten in unserer Klinik mit neuester medizintechnischer Ausstattung versorgen", sagte der Vorstandschef des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Prof. Jens Scholz. Im nächsten Frühjahr soll es damit losgehen. Zunächst darf Siemens jetzt die Partikeltherapie-Anlage zerlegen. Die demontierten Teile müssen laut Umweltministerium weiterhin in der Anlage gesichert aufbewahrt, vor einem Abtransport auf Radioaktivität untersucht und gegebenenfalls freigegeben werden.


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