Kliniken Westfalen und Vest

Knappschaft gewinnt cdgw-Zukunftspreis

Das Projekt zur Vermeidung von Arzneimittelrisiken der Knappschaftskrankenhäuser gewinnt den mit 10.000 Euro dotieren Zukunftspreis 2014 des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw).

Der Preis ist auf der Gala des Hauptstadtkongresses (HSK) unter neun Bewerbern ausgelotet worden. Gewinner ist das Gemeinschaftsprojekt "Elektronische Behandlungsinformation - Intersektorale Kommunikation und Arzneimitteltherapiesicherheit" der Knappschaftskrankenhäuser Westfalen und Vest. Es stellt sich der Frage, wie sich zum Nutzen der Patienten, der Kliniken und der Kostenträger eine gefährliche, unabgestimmte, unnütze und teure Medikamentengabe erkennen und vermeiden lässt. Dazu nutzt es die vorhandene Internettechnologie und vereinbart den Datenaustausch mit den Kostenträgern. Kommen Patienten in die Klinik, überspielt es deren Patientendaten in kürzester Zeit von den Kassen und analysiert deren Medikamentenverordnungen. Dazu fließen auch die Daten der Anamnese ein. Sie gelangen anschließend in das Klinikinformationssystem (KIS), zugleich wird ein IT-unterstützter Risikocheck vorgenommen. Das Arzneimittelprojekt haben die Kliniken komplett in Eigenregie entwickelt und kann die Medikamentengabe halbieren, erläutert Schlüter, Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH in Dortmund und des Klinikums Vest. Er hat das wegweisende Projekt, das bereits vor sechs Monaten startete, auf dem HSK vorgestellt und auch den Preis entgegengenommen. "Wir haben damit erstmals eine Komplettlösung, die auch datenrechtlich sicher ist", so der Geschäftsführer. In einem nächsten Schritt sollen auch die niedergelassenen Ärzte Zugriff auf die Daten erhalten. Voraussetzung ist, dass die Patienten dem Datenaustausch zustimmen.

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