Am Verhandlungsort Köln geht es vor allem um die Gehälter für die rund 45.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken. Die Ärztegewerkschaft fordert eine Anhebung um sechs Prozent, die Arbeitgeber haben noch kein Angebot auf den Tisch gelegt. Der Marburger Bund fordert weiter, dass die Bezahlung der Bereitschaftsdienste um 15 bis 25 Prozent steigt und die Dienste auf vier pro Monat begrenzt werden. Eine Mitgliederbefragung des Marburger Bundes hatte ergeben, dass mehr als die Hälfte der Befragten durchschnittlich fünf bis neun Dienste pro Monat absolvieren.
Die Arbeitgeber wollen allerdings über die Bereitschaftsdienste überhaupt nicht verhandeln. "Wir haben uns in den vergangenen Runden in puncto Bereitschaft äußerst großzügig gezeigt", sagte VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg der "Rheinischen Post". "Eine Einschränkung bei den Bereitschaftsdiensten wird es mit uns auf keinen Fall geben. Wir könnten eher über mehr Bereitschaftsdienste sprechen."
Aus Sicht der Arbeitgeber summiert sich die Forderungen des Marburger Bundes auf 9,5 Prozent - und sei für die Kliniken nicht hinnehmbar. Der VKA rechnet mit einem Verhandlungsmarathon von mehreren Wochen.



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