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CoronavirusLage an Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern entspannt sich

Die Belastung der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern ist mit Blick auf die Corona-Pandemie zurückgegangen. Auffallend: Es gibt zunehmend jüngere Patienten.

Krankenhausflur
Upixa/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Corona-Situation hat sich in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns etwas entspannt. Unklar ist aber noch, wie sich die Lockerungen auf die Auslastung auswirken werden. «Im Moment ist zu beobachten, dass die hochbetagten Covid-Patienten abnehmen und die Patienten insgesamt jünger werden», teilte der Ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald (UMG), Klaus Hahnenkamp, auf Anfrage mit. Ähnlich der Trend in Rostock: «Auch unsere Patienten werden jünger, verbringen aber genauso eine längere Zeit auf der Intensivstation wie ältere Patienten», so Jan Roesner, Ärztlicher Direktor des Südstadtklinikums. Die Situation sei im Vergleich zu Mitte Januar «relativ entspannt». Beide Experten rechnen aber mit steigenden Fallzahlen.

Auch die Helios Kliniken Schwerin teilten mit, die Lage entspanne sich. Die Zahl stationär behandelter Covid-Patienten oder betroffener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei weiter gesunken. Im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und der Bethesda Klinik, die als Ersatzkrankenhaus fungierte, ist die Zahl der Covid-Patienten im Februar und März kontinuierlich zurückgegangen. Seien es Mitte Januar zeitweise mehr als 80 gewesen, waren es demnach Ende der Woche 12. Isolierbereiche seien verkleinert worden.

Rückkehr von Stationen in Regelbetrieb

Von der Unimedizin Rostock hieß es, es hänge maßgeblich von den betroffenen Personengruppen ab, ob der sich abzeichnende Anstieg der Fallzahlen auch zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen führen werde. Höhere Fallzahlen würden sich erfahrungsgemäß etwa zwei Wochen später auf die Zahl stationärer Behandlungen auswirken. Zuletzt war an der Unimedizin nur noch eine Normalstation zur Betreuung von Covid-Patienten belegt. Eine weitere zwischenzeitlich dafür genutzte Station befinde sich wieder im Regelbetrieb.

Mit Blick auf die Öffnungsschritte teilte Hahnenkamp von der UMG mit: «Unsere Mitarbeiter sind nach einem Jahr Corona-Pandemie müde und würden sich freuen, nicht jeden Tag die Schutzkleidung anziehen zu müssen.» Natürlich sei es sicherer und ein bewährtes Konzept, wenn man die Beschränkungen aufrechterhalte. Er könne aber auch den Wunsch nach einem normalen Leben verstehen. Mit innovativen Maßnahmen und Disziplin sollte es «als moderne Gesellschaft» gelingen, die Zahlen bei gleichzeitigen Lockerungen gering zu halten.

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