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Kliniken in Baden-WürttembergLage spitzt sich zu

Immer mehr baden-württembergische Kliniken rutschen in die roten Zahlen. 65 Prozent rechnen für das laufende Jahr mit einem Fehlbetrag, so eine Erhebung der Krankenhausgesellschaft (BWKG).

Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) veröffentlicht heute zum vierten Mal die Ergebnisse der BWKG-Indikator-Umfrage. "Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen im Land spitzt sich immer mehr zu", erklärt Thomas Reumann, der Vorstandsvorsitzende der BWKG, die Umfrageergebnisse zusammen.

Für 2011 gehen rund 65 Prozent der Krankenhäuser und jeweils etwa 80 Prozent der Reha- und Pflegeeinrichtungen davon aus, dass sie keinen positiven Jahresabschluss erreichen können. Für 2012 sind die Erwartungen in allen drei Bereichen sehr pessimistisch. Wenn nichts geschehe, fehlten allein den Krankenhäusern im Land im Jahr 2012 mindestens 210 Millionen Euro. "Das sind im Durchschnitt 700.000 Euro pro Krankenhaus in Baden-Württemberg", so Reumann.

In den Jahren 2008, 2009 und 2010 waren dies rund 55 Prozent. "Die Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg ist außerordentlich effizient. Diese Zahlen sind ein überdeutliches Zeichen der Unterfinanzierung", erklärt Reumann. Die Krankenhauskosten je Einwohner und Jahr sind nach den Zahlen des RWI-Instituts mit 717 Euro die niedrigsten im gesamten Bundesgebiet (Bund: 803 Euro).

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