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SalzlandklinikenLandrat räumt Fehler ein

Im Streit um den Verkauf der Salzlandkliniken hat der Landrat des Salzlandkreise, Ulrich Gerstner, Fehler eingeräumt.

Er sagte MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt, er habe den Kreistag offenbar nicht ausreichend über das EU-Recht informiert. Auf der Webseite des Senders heißt es:

"Zu den Salzlandkliniken gehört auch das Krankenhaus in Bernburg. Danach hätte laut Gerstner der höchste Bieter - Helios - den Zuschlag für die Kliniken in Aschersleben, Bernburg, Schönebeck und Staßfurt bekommen müssen. Die Kreistagsabgeordneten hatten sich jedoch für das zweithöchste Kaufgebot des Schweizer Ameos-Konzerns entschieden. Gerstner hatte deshalb Widerspruch gegen das Votum der Abgeordneten eingelegt und das Verkaufsverfahren damit gestoppt. Die Abstimmung muss nun nächste Woche wiederholt werden.

Das Angebot der Ameos-Gruppe lag nach Angaben von Gerstner um etwa 20 bis 30 Millionen Euro unter dem des Mitbewerbers Helios. Der Kreistag hatte sich dennoch für der Züricher Gesundheitsdienstleister entschieden, weil er in den kommenden Jahren mehr als 140 Millionen Euro in die Kliniken investieren wollte, rund drei Mal mehr als Helios angeboten haben soll. Laut Gerstner wäre ein Verkauf an Ameos bei einer Prüfung durch die EU-Kommission auch nach Jahren noch für nichtig erklärt worden."

Der Kreistag hatte sich im vergangenen Jahr entschieden, die Salzlandkliniken mit ihren rund 1.600 Beschäftigten zu verkaufen. Das zum Klinikverbund gehörende Krankenhaus in Staßfurt wurde geschlossen. Die Salzlandkliniken waren wegen zu wenig Patienten in finanzielle Schieflage geraten.

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