
Ausschlaggebend für diesen Schritt sind in erster Linie wirtschaftliche Gründe: Zum einen sind Belegabteilungen gegenüber Hauptfachabteilungen strukturell benachteiligt, was insbesondere für die operativen Fächer gilt. Zum anderen vergüten die Kostenträger, so Geschäftsführer Michael Osypka, die Leistungen in der konservativen Orthopädie nicht adäquat und wollen diese möglichst in den ambulanten Bereich verlagern. Weil ein wesentlicher Schwerpunkt in der stationären Arbeit der Orthopäden, die im Marienkrankenhaus tätig sind, aber genau auf dieser konservativen, also nicht-operativen Behandlung liegt, geht dem Haus „finanziell allmählich die Puste aus“, findet Michael Osypka deutliche Worte. Deshalb habe sich die Marienhaus Unternehmensgruppe, zu der das Flörsheimer Krankenhaus gehört, schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden.
Das Marienkrankenhaus gehört mit seinen 95 Betten zu den kleinen Krankenhäusern im Lande und ist eines der wenigen reinen Belegkrankenhäuser. 25 Ärzte nutzen es, um hier ihre Patienten stationär zu behandeln. Den 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Marienkrankenhaus arbeiten und nach den Worten von Osypka in all den Jahren „exzellente Arbeit geleistet haben und sich sehr mit dem Haus identifizieren“, will der Träger bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz behilflich sein.


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