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RWI-StudieNeue Insolvenz-Prognose für kleine Kliniken

Vor allem kleinen Häusern in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Niedersachsen sind laut einer Studie von der Insolvenz bedroht.

Insgesamt seien zwölf Prozent der Kliniken in Deutschland in erhöhter Insolvenzgefahr, teilte das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen nach Daten von 2009 am Donnerstag in Berlin mit. Stark gefährdet sein dürften kleine Häuser mit kommunalen Trägern in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Niedersachsen.

Die Forscher bekräftigten ihre Prognose, dass bis 2020 für zehn Prozent der bundesweit 2.000 Kliniken das Aus kommen könnte. Zu Investitionen seien laut ihrem Betriebsergebnis nur 30 Prozent in der Lage.

Wenn in ländlichen Gebieten mit schwacher Wirtschaftskraft die Bevölkerung schrumpfe, könnten Klinik-Angebote nicht voll beibehalten werden. Die Versorgungssicherheit sei dadurch aber in den meisten Fällen nicht bedroht, erläuterten die Forscher.

Am besten sei die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser 2009 in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen gewesen. Für die Studie wertete das RWI nach eigenen Angaben 687 Jahresabschlüsse von 2008 und 366 Abschlüsse von 2009 aus. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen verwies darauf, dass das vorhandene Geld im System besser eingesetzt werden müsse.

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