Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

Uniklinik FreiburgNeuer Chef bekommt mehr Einfluss

Eine Personalagentur soll den neuen Chef der Uniklinik Freiburg finden. Dieser darf sich dann auf mehr Einfluss freuen.

Das berichtet die "Badische Zeitung". Die Stellung der Chefärzte würde aufgewertet, heißt es in der Zeitung. Knappe drei Wochen nach Amtsantritt hat der kommissarische Leitende Ärztliche Direktor der Freiburger Uniklinik, Rüdiger Siewert, erste Weichen gestellt. Nur im Aufsichtsrat, der dem Krankenhaus die Führungskrise eingebrockt hat, bremst das Wissenschaftsministerium Änderungen aus.

"Integrationsfähigkeit, Motivationsstärke und Teamorientierung" lautet unter anderem der Steckbrief für den neuen Ärztlichen Direktor der Uniklinik Freiburg. So zu entnehmen der Badischen Zeitung, in der dessen Stelle zusammen mit der des Kaufmännischen Direktors am vergangenen Samstag inseriert wurde.

Anders als bisher wird der neue Klinikchef nicht mehr von einem Gremium des Aufsichtsrats ausgesucht, sondern von der Headhunter-Agentur Heimeier & Partner. Wie teuer das die Uniklinik kommt, wollte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Ministerialdirektor Klaus Tappeser, nicht verraten. Nur so viel: Bis zum Sommer sollen die Nachfolger gefunden sein.

Weiter heißt es in der "Badischen Zeitung": "Inzwischen wird für das neue Leitungsduo alles gerichtet. Um weitere Führungsstreitigkeiten zu vermeiden, soll hier der Grundsatz gelten: Entschieden wird gemeinsam ? und zwar vom ganzen Vorstand. Allerdings darf der Ärztliche Direktor diese Entscheidungen demnächst in zwei Bereichen 'federführend' vorbereiten, die bisher zur Verwaltung gehörten: beim medizinischen Controlling und als Zuständiger fürs ärztliche Personal. Ein Entgegenkommen an die Mediziner dürfte auch die monatliche Direktorenkonferenz sein, auf der sich Chefärzte und Klinikchefs austauschen wollen. <...> Der Aufsichtsrat selbst scheint allerdings unangetastet zu bleiben. Zwar wünschen sich Unirektor und Interimschef mit zwei neuen Mitgliedern neuen Sachverstand ins Gremium. Aber das Ministerium sträubt sich. Stattdessen wurden die Verträge von Klaus Mangold und Volker ter Meulen verlängert ? obwohl Letzterer 76 Jahre alt ist und aus familiären Gründen kaum noch in den Aufsichtsrat kommt. Denn nur in dieser Konstellation behält das Land die Stimmenmehrheit."

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen