Geschäftsjahr

Neues Rekordergebnis für Mühlenkreiskliniken

Zum sechsten Mal in Folge präsentieren die Mühlenkreiskliniken (MKK) ein positives Jahresergebnis und zugleich war 2016 das bisher erfolgreichste der Geschichte.

Dr. Olaf Bornemeier, Mühlenkreiskliniken

Foto: MKK

Besonders beeindruckend ist das Ergebnis im Hinblick auf die zusätzlichen Aufgaben, die 2016 durch die Übernahme der akademischen Forschung und Lehre in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum hinzugekommen sind. Seit Herbst 2016 lernen und forschen 63 junge Medizinstudierende an dem neuen Universitätsklinikum in Minden. Sie schließen in vier Semestern an den universitären Standorten in Minden, Herford, Bad Oeynhausen und Lübbecke ihr Medizinstudium ab.

Umsatz und Patientenzahl steigen

Im Jahr 2016 war eine gestiegene Zahl stationär behandelter Patienten (73.870) bei einem gleichzeitigen Anstieg der für die Abrechnung wichtigen Case-Mix-Punkte bei gleichbleibender Fallschwere (Case-Mix-Index) zu verzeichnen. Im Ergebnis ergibt sich daraus ein gestiegener Jahresumsatz von 334 Millionen Euro (2015) auf 358 Millionen Euro, ein Plus von sieben Prozent. Das EBITDA – also das operative Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – stieg leicht von 20,3 Millionen Euro auf 20,7 Millionen Euro. Bezogen auf den Umsatz ergibt sich eine EBITDA-Marge von etwa sechs Prozent. Das Jahresergebnis beläuft sich auf 6,1 Millionen Euro.

Gleichzeitig warnt der Vorstand Dr. Olaf Bornemeier davor, angesichts des hervorragenden Jahresergebnisses in zufriedene Untätigkeit zu verfallen. So sehen sich die Mühlenkreiskliniken stetig steigenden Kosten gegenüber. Allein die Kosten für Material sind 2016 um 5,1 Millionen Euro gestiegen. Die mit Abstand größte Steigerung ist dabei bei den medizinischen Sachkosten zu verzeichnen. Gleichzeitig versuchen die Kostenträger die Ertragsseite immer weiter zu drücken.

Mitarbeiterzahl steigt im Jahr 2016 erneut

Das Wachstum in allen Bereichen schlägt sich auch bei der Mitarbeiterzahl nieder. In den Jahren 2015 und 2016 wurden 180 Personen neu eingestellt. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 haben 4520 Personen in einem der sechs Standorte oder der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken gearbeitet. Der Personalaufbau betrifft insbesondere den pflegerischen und ärztlichen Bereich. Allein in der Pflege sind mehr als 70 neue Stellen geschaffen worden. Zudem wurden knapp 30 neue Ärzte eingestellt.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 22,8 Millionen Euro investiert, davon allein 15,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Gleichzeitig konnten im vergangenen Jahr die Verbindlichkeiten des Unternehmens weiter reduziert werden. Waren es 2015 noch 189 Millionen Euro Schulden, beliefen sich die Verbindlichkeiten 2016 auf 164 Millionen Euro. Der größte Teil dieser Schulden stammt immer noch aus dem rund 280 Millionen Euro teuren Neubau des Johannes Wesling Klinikums vor zehn Jahren.

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