Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

Sana-Klinik RummelsbergProbleme mit der Sterilgutversorgung

Aus der Sana-Klinik Rummelsberg gibt es Informationen, die auf Probleme mit der Sterilgutversorgung hinweisen.

Das meldet die "Nürnberger Zeitung". Ein Insider hat sich schriftlich an die Redaktion der Zeitung gewandt. In der Zeitung schließt Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Hartmann für die vergangenen drei Monate allerdings kategorisch aus, dass es Hygiene-Engpässe mit Operationsmaterialien gegeben hat. "Da ist ganz und gar nichts dran", erklärte er der Zeitung. Hartmann ist Generalbevollmächtigter der Sana Kliniken AG, die das Krankenhaus Rummelsberg in diesem Jahr kaufte und seit September in der Klinik Verantwortung trägt.

Weiter heißt es in der Zeitung: "Als Sana beim Krankenhaus Rummelsberg einstieg, sei man sofort daran gegangen, die Standards für die Sterilisierung von Bestecken zu erhöhen, so Hartung. Wenn es denn Schwierigkeiten in der Zeit gab, als die Rummelsberger Anstalten noch die Trägerschaft inne hatte, so seien diese nun eliminiert.

Worum geht es? Es gibt im Rummelsberger Krankenhaus eine hauseigene Sterilgutversorgung. Dieser sei es oft nicht möglich, teilt ein bestens informierter Rummelsberger Insider mit, die sterilen Operationssiebe, auf denen Skalpelle, Pinzetten und Haken gepackt sind, in der erforderlichen Qualität und Anzahl zur Verfügung zu stellen. Es sei vorgekommen, dass auf Instrumenten Gewebereste von zurückliegenden Operationen gefunden wurden. Häufig hätten sich auch defekte Instrumente - Scheren, Sägen, Bohrmaschinen, Pinzetten oder stumpfe Bohrer - auf den Sieben befunden. Auch sei es vorgekommen, dass komplette Instrumentensiebe verwechselt bzw. falsch verpackt wurden.

Gereinigt werden die Instrumente in Rummelsberg in der dem Operationssaal angegliederten Sterilisationseinheit, hier geschieht auch die Verpackung in die Siebe. Anschließend fährt man das Ganze in die externen Sterilisatonsöfen der Firma Straub. Ein umständliches Verfahren, aufgrund dessen Ärzte und Patienten auf benötigte Instrumente bisweilen lange warten müssen. Dies habe wiederholt zum Verschieben oder Absetzen von Operationen geführt.

Grund für die mangelhafte Arbeit in der Sterilisationsabteilung soll eine Unterbesetzung sein, fachlich wie personell, führt der Rummelsberger Insider dazu aus. Das Krankenhaus hat zwar eine ISO 9001-Zertifizierung erhalten - die ist aber wenig aussagekräftig, fasst das der Redaktion vorliegende Schreiben zusammen: Sauberkeit, Funktionstüchtigkeit der Instrumente und die Versorgung mit sterilen Einmalartikeln seien des öfteren mangelhaft. Nur der Umsicht und dem Können der Ärzte und Schwestern sei es zu verdanken, dass es zu keinen Schäden gekommen ist."

Susanne Heintzmann, Leiterin der Pressestelle bei der Sana Kliniken AG, räumt gegenüber der "Nürnberger Zeitung" ein, dass es im Krankenhaus Rummelsberg vor der Übernahme durch Sana Probleme mit dem Sterilgut gab: "Ihre Anfrage überrascht mich nicht." Der Modernisierungsbedarf in Sachen Sterilisation der medizinischen Geräte sei groß. "Das ist in Rummelsberg einfach nicht mehr zeitgemäß." Deshalb arbeite man mit Hochdruck an einer Lösung des Problems. Bis Mai 2011 soll eine neue Sterilisierungsanlage in Rummelsberg fertig sein. Zwei Millionen Euro investiert Sana dafür.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen