Die Finanzsituation der öffentlichen Kassen sei beispiellos, sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler bei der Präsentation erneut positiver Unternehmenskennzahlen am Mittwoch in Frankfurt.
Grundsätzlich sei Rhön-Klinikum "interessiert und gerüstet" für weitere Krankenhaus-Übernahmen inklusive Unikliniken. Bei mehr als sechs Häusern sei man mit den Besitzern in "sehr engen Gesprächen", sagte der Chef der zweitgrößten Krankenhauskette im Land. Man sei aber auch aus Verhandlungen ausgestiegen, wenn die Objekte zu klein waren oder nicht in das Rhön-System passten.
Im vergangenen Jahr hat die im M-DAX notierte Rhön-Klinikum AG nach eigenen Angaben ein Umsatzvolumen von 120 Millionen Euro zugekauft, aber auch das Geschäft der eigenen Kliniken ausgeweitet und profitabler gemacht. Im vergangenen Jahr wurden in den 53 Häusern der Kette mit zusammen mehr als 15 700 Betten 1,8 Millionen Patienten behandelt. Wichtige Konkurrenten von Rhön sind Helios aus dem Fresenius-Konzern, Asklepios und die zuletzt schnell wachsende Sana. Die Privaten machen zusammen etwas über ein Zehntel des gesamten deutschen Krankenhausumsatzes.
Die Rhön-Klinikum AG aus Bad Neustadt an der Saale erwirtschaftete 2009 einen Konzerngewinn von 131,7 Millionen Euro bei einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Für das erste Quartal 2010 berichtete Pföhler von erneut zweistelligen Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Der Konzerngewinn sei in den ersten drei Monaten im Vorjahresvergleich um 11,7 Prozent auf 34,3 Millionen Euro und der Umsatz um 11,6 Prozent auf 624,2 Millionen Euro gestiegen.


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