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StatementRückschlag darf nicht Aus für Medizincampus Braunschweig bedeuten

Der geplante Medizincampus in Braunschweig liegt vorerst auf Eis. Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen, reagiert mit Bedauern und dem klaren Appell, das Projekt trotz allem zu realisieren.

Hans Martin Wollenberg
Marburger Bund Niedersachsen

Hans Martin Wollenberg

„Der Marburger Bund Niedersachsen bedauert die sich abzeichnende Verzögerung bei der Schaffung neuer Studienplätze in Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen und des Städtischen Klinikums Braunschweig.

Der Rückschlag darf nicht das Aus für die Medizinerausbildung in Braunschweig bedeuten!

Wir sehen die vorherrschenden Schwierigkeiten und rechtlichen Hürden, appellieren aber an die Partner, in ihren Anstrengungen, den Medizincampus Braunschweig zu realisieren, jetzt nicht nachzulassen. Insbesondere die Landesregierung sehen wir hier in der Verantwortung: Wir fordern Wissenschaftsminister Björn Thümler auf, das Projekt nicht als „verpasste Chance“ zu verbuchen, sondern auf eine schnellstmögliche Lösungsfindung hinzuwirken. Das Land Niedersachsen muss handeln und zusätzliche Medizinstudienplätze aus öffentlicher Hand schaffen.

Der Ärztemangel ist bereits da! Aktuell fehlen über 700 Ärzte in Niedersachsens Krankenhäusern, vor allem außerhalb der Metropolen. Unsere aktuelle Umfrage MB-Monitor für Niedersachsen zeigt: Unsere Ärztinnen und Ärzte sind alarmierend überlastet. Viele Stellen bleiben unbesetzt. Versorgungsangebote müssen eingeschränkt werden. Die aktuelle Situation in unseren Kliniken gefährdet die Patientenversorgung. Qualifizierter medizinischer Nachwuchs ist unverzichtbar. Nur eine rasche Umsetzung der Pläne des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums kann langfristig die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Niedersachsen sichern.

Auch für den Wissenschaftsstandort Niedersachsen würde der Braunschweiger Medizincampus eine Stärkung bedeuten. Weiter in die Zukunft gedacht, wäre auch der Aufbau einer medizinischen Fakultät in Braunschweig sowie die Überführung der Kliniken in Braunschweig und Oldenburg in Universitätskliniken eine wünschenswerte Perspektive.“

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