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UKSHSchwarze Null ist nur die halbe Wahrheit

Das Uniklinikum Schleswig-Holstein UKSH hat nach einer Sanierung eine "schwarze Null" verkündet. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit.

Das Uniklinikum Schleswig-Holstein schreibe mit einem Jahresergebnis von 500.000 Euro endlich keine roten Zahlen mehr, erklärte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) am Freitag.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit, wie die "Schleswig-Holsteinische Zeitung" erklärt: "Rückstellungen für Altersteilzeit und Abfindungen in Höhe von knapp 6,7 Millionen Euro wurden 'vor die Klammer gezogen', wie de Jager zugab. Außerdem wurde der Landeszuschuss für die akademische Ausbildung am Klinikum um 5,4 Millionen Euro gekürzt. De facto geht das Krankenhaus der Maximalversorgungen mit seinen 1000 Mitarbeitern in Kiel und Lübeck also mit einem Jahresfehlbetrag von über elf Millionen Euro aus dem Jahr 2010. Gleichzeitig wächst der Schuldenberg (Verlustvortrag) auf 120 Millionen Euro, nach 90 Millionen vor drei Jahren.

Erst kürzlich hatte UKSH-Chef Jens Scholz das strukturelle Defizit des Klinikums auf 30 Millionen Euro beziffert. Schuld sind die umstrittenen Fallpauschalen. Würde das Klinikum für seine Leistungen genauso viel Geld bekommen wie zum Beispiel die Kliniken in Rheinland-Pfalz, "hätten wird 37 Millionen Euro mehr in der Tasche", gab Scholz zu Bedenken. Zudem verliert das UKSH durch die schlechte Baustruktur jährlich 30 Millionen Euro."

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