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Klinikverbund SüdwestStartschuss für Modernisierung am Krankenhaus Leonberg

Die Modernisierung des Krankenhauses Leonberg wird sichtbar. Seit 20. Juli 2020 rollen die Bagger. Gestartet wird mit dem Umbau der Notaufnahme sowie der Cafeteria.

Modernisierung Krankenhaus Leonberg
Klinikverbund Südwest

Startschuss für die Modernisierungsmaßnahmen am Krankenhaus Leonberg.

Bereits Anfang Juli 2018 hatte der Planungs- und Bauausschuss des Landkreises Böblingen mehrere Beschlüsse zur Sanierungs- und Zielplanung für das Krankenhaus Leonberg gefasst. Damit wurde die Grundlage für den Beginn der Modernisierung des Leonberger Krankenhauses mit einer Gesamtinvestitionshöhe von 72,5 Millionen Euro geschaffen. Die Entwurfsplanung wurde Ende 2019 abgeschlossen. Nun werden auch für Außenstehende die Baumaßnahmen sichtbar.

„Die Zielplanung zur Sanierung des Krankenhauses Leonberg beinhaltet insgesamt eine Modernisierung von rund 15 000 Quadratmetern. In den letzten Jahren haben wir bereits mit einzelnen Maßnahmen, zum Beispiel dem Neubau der Intensivstation oder der Notstromversorgung, begonnen. Jetzt setzen wir den Plan schrittweise fort und starten mit dem Umbau unserer Zentralen Notaufnahme (ZENA) und der Cafeteria“, erläutert Martin Loydl, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikverbund Südwest den Fortschritt.

5,5 Millionen Euro für Modernisierung und Zentralisierung der Notaufnahme

Mit der Modernisierung der Notaufnahme geht zeitgleich auch eine Reorganisation der Notfallbehandlungen im Sinne einer Interdisziplinären Notaufnahme einher. Dr. Michael Sarkar, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Leonberg, erklärt: „Wir zentralisieren die allgemeine, internistische und gynäkologische Notfallversorgung in einer gemeinsamen Notaufnahme, ergänzen Überwachungsplätze, schaffen kurze Wege und eine stärkere Vernetzung der Abteilungen.“

Die Baugenehmigung für die Maßnahmen liegt vor, Rohbau und Außenanlagen haben am 20. Juli begonnen. Die Fertigstellung ist bis Frühjahr 2021 geplant. „Insgesamt entfallen für den Umbau der ZENA rund 5,5 Millionen Euro des Gesamtinvestitionsvolumens“, so Loydl.

Im medizinischen Sektor stehen in einem zweiten Schritt auch eine Modernisierung des OP-Bereichs, der Radiologie und der Ambulanzen an. Der OP-Bereich bleibt dabei am heutigen Standort im Westbau und wird über eine direkte Verbindung zum Bettenbau mit Intensivstation besser mit dem Haus verzahnt.

Modernisierung der Pflegestationen und Neubau für Psychiatrie

Weitere sichtbare Veränderungen wird es ab sofort auch an der Vorderseite des Hauses geben. Dort wird der Pavillon der Cafeteria umgebaut. Mit der Erneuerung der gastronomischen Versorgungsstrukturen erfolgt auch eine Bündelung der Betriebsflächen der Gastronomie in räumlicher Nähe des Gastbereichs. Insgesamt werden in die Erweiterung des Pavillons rund 3,9 Millionen Euro investiert. Ab August 2020 starten die Hauptbaumaßnahmen.

In den anschließenden Bauabschnitten werden die weiteren Maßnahmen folgen: Die verbleibenden, noch nicht modernisierten Pflegestationen werden im Standard an die heutigen Anforderungen angepasst, eine Wahlleistungsstation mit gehobener Ausstattung kommt hinzu.

Im Zuge des Umbaus wird auch die bisher im Haus verortete Psychosomatik des Zentrums für Psychiatrie des Klinikums Nordschwarzwald (ZfP) künftig in einen eigenständigen neuen Gebäudekomplex neben dem Bestandsgebäude ziehen und somit zentrale Krankenhausflächen für die Sanierung freimachen. Finanziert wird dieser Neubau durch das ZfP mit dem Land Baden-Württemberg als Träger.

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