Tarifgemeinschaft deutscher Länder

UKD darf keine Tarifverhandlungen führen

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat nochmals klargestellt, dass einzelne Mitglieder, darunter auch das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), nicht zur Aufnahme von Tarifverhandlungen berechtigt sind.

Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD)

Von Wiegels - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7912721

Genau das fordert die Gewerkschaft verdi u.a. vom UKD seit Monaten und bestreikt derzeit erneut das größte Düsseldorfer Krankenhaus. Derzeit fallen rund zwei Drittel der Operationen aus.

In einem Schreiben der TdL an die Gewerkschaft verdi vom 3. Juli heißt es dazu eindeutig, dass für einzelne Mitglieder die Zustimmung der TdL-Mitgliederversammlung nötig ist, um Tarifverhandlungen zu führen. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Eine derartige Zustimmung hat die Mitgliederversammlung den Universitätskliniken nicht erteilt und es ist auch zukünftig nicht mit einer Zustimmung zu rechnen.“

Genau das hat das UKD den lokalen Gewerkschaftsfunktionären in Düsseldorf seit Monaten ebenfalls mitgeteilt. Bislang hat keine Klinik, die Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder ist, eigenständige Tarifverhandlungen geführt.

Streik in der dritten Woche

Seit Dienstag, 3. Juli, führt verdi den erfolglosen Streik am UKD weiter, der sich damit in der dritten Woche hintereinander fortsetzt. Die Uniklinik Düsseldorf hat daher bereits die Belegung mit stationären Patienten reduziert: Statt über 1.000, in Spitzenzeiten sogar über 1100 belegten Betten täglich, sind es derzeit unter 900 Betten. „Daher haben  wir bereits am Dienstag mehrere Stationen zusammen gelegt und so auf die Einschränkungen durch den verdi-Streik schnell reagiert “, erklärt Torsten Rantzsch, Pflegedirektor und Vorstandsmitglied des UKD.

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