Das 38 Millionen Euro teure Projekt wurde von dem Expertengremium auf Rang drei einer bundesweiten Dringlichkeitsliste für Forschungsneubauten gesetzt. Sie weist insgesamt 13 überregional bedeutsame Vorhaben auf. Auf Platz eins der Liste rangiert ein Forschungsbau an der Universität Bielefeld für "Interaktive Intelligente Systeme" (32 Millionen Euro), auf Platz zwei der Bau eines Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas" an der Universität Marburg (7 Milionen).
Die schleswig-holsteinische CDU/FDP-Landesregierung will die Hochschulmedizin in Lübeck im Rahmen ihres Sparkonzeptes auslaufen lassen. Dagegen gibt es derzeit erhebliche Proteste. Es sei "gegenwärtig offen, inwieweit das grundsätzliche förderwürdige Vorhaben" an der Universität Lübeck in der geplanten Form realisiert werden könne, erläuterten Vertreter des Wissenschaftsrates am Montag in Berlin ihren Beschluss. Sollte der Landtag in Kiel das geplante Aus für die Hochschulmedizin in Lübeck bestätigen, gingen dem Land zugleich 19 Millionen Euro Bundeszuschuss für das Vorhaben verloren.
Zu den weiteren größeren als vorrangig eingestuften Forschungsneubauten zählt ein Zentrum für Biomedizintechnik an der Uni Hannover (54 Millionen Euro) sowie ein Laser-Zentrum an der Universität München (63 Millionen). Insgesamt stuft der Wissenschaftsrat Bauprojekte für die Forschung im Umfang von 435 Millionen Euro als vorrangig ein.
Die Kosten für solche Projekte tragen Bund und Länder je zur Hälfte. Der Wissenschaftsrat berät Bund und Länder in Fragen der Hochschul- und Forschungspolitik.



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