Mögliche Unregelmäßigkeiten

Uniklinik Frankfurt hält trotz Millionen-Defizits Sanierungspfad ein

Das Defizit im Universitätsklinikum Frankfurt 2018 summiert sich nach vorläufigen Berechnungen bis Ende August diesen Jahres auf 7,3 Millionen Euro. Das sagte Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) am Dienstag bei einer Ausschusssitzung im Landtag, in der er sich zu möglichen Unregelmäßigkeiten an der Uniklinik äußern sollte.

Foto: Universitätsklinikum Frankfurt

Universitätsklinik Frankfurt am Main

Damit weiche die Klinik bislang nicht vom Sanierungspfad ab. Um für den Schuldenabbau 2018 einen Zehn-Millionen-Euro-Zuschuss vom Land zu bekommen, darf der Verlust des Klinikums im Betriebsergebnis 2017 höchstens acht Millionen Euro betragen. Für den Zuschuss 2019 darf ein Verlust im Betriebsergebnis 2018 zehn Millionen Euro nicht übersteigen, wie das Ministerium mitteilte. Für 2017 betrage das Defizit nach vorläufigen Zahlen 6,9 Millionen Euro, sagte Rhein in Wiesbaden. Dieses Betriebsergebnis sei jedoch noch nicht testiert.

Universitätskliniken erfüllten mehrere wichtige Aufgaben gleichzeitig, betonte der Minister. «Sie helfen, wo sonst keiner mehr helfen kann.» Bei dieser medizinischen Versorgung entstünden teils extrem hohe Kosten. Nur ein kleiner Teil der 33 deutschen Unikliniken schreibe schwarze Zahlen.

Im Wissenschaftsausschuss des hessischen Landtags musste sich Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) heute zu möglichen Unregelmäßigkeiten am Universitätsklinikum Frankfurt äußern. Die SPD-Fraktion hatte einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt. Dabei ging es unter anderem darum, nach welchen Regeln die Klinik ihr Geld für die Lehre und für die Krankenversorgung aufteilt. Weitere Themen waren die finanzielle Lage des Klinikums und mögliche Verstöße gegen Hygienevorschriften.

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